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24. August – William Wilberforce-Tag

Heute ist der 24. August, der Geburtstag von William Wilberforce, einem der größten humanitären Helden der Geschichte. Wilberforce war ein britischer Politiker und Philanthrop, der sich unermüdlich für die Abschaffung des Sklavenhandels und der Sklaverei im britischen Reich einsetzte.

Heute ist der 24. August, der Geburtstag von William Wilberforce, einem der größten humanitären Helden der Geschichte. Wilberforce war ein britischer Politiker und Philanthrop, der sich unermüdlich für die Abschaffung des Sklavenhandels und der Sklaverei im britischen Reich einsetzte. Er war auch an vielen anderen sozialen Reformen beteiligt, wie der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Bildung, der Gesundheit und des Tierschutzes. Er gilt als einer der Väter der modernen Menschenrechtsbewegung.

Wilberforce wurde 1759 in eine wohlhabende Familie in Hull, England, geboren. Er studierte an der Universität Cambridge und wurde 1780 mit 21 Jahren ins Parlament gewählt. Er war zunächst ein fröhlicher und geselliger Abgeordneter, der sich wenig für Politik interessierte. Das änderte sich jedoch, als er 1785 eine religiöse Bekehrung erlebte, die sein Leben veränderte. Er begann, seinen Glauben ernst zu nehmen und fühlte sich berufen, Gott in seinem öffentlichen Dienst zu ehren.

1787 schloss er sich einer Gruppe von Abolitionisten an, die sich für das Ende des transatlantischen Sklavenhandels einsetzten. Dieser war eine grausame und unmenschliche Praxis, bei der Millionen von Afrikanern entführt, über den Ozean verschifft und in Amerika und den Karibikinseln versklavt wurden. Wilberforce wurde zum Anführer der parlamentarischen Kampagne gegen den Sklavenhandel und stellte jedes Jahr einen Gesetzentwurf zur Abschaffung vor. Er stieß auf heftigen Widerstand von mächtigen Interessengruppen, die vom Sklavenhandel profitierten, wie Plantagenbesitzer, Händler und Schiffseigner. Er wurde auch persönlich angegriffen und bedroht.

Wilberforce gab jedoch nicht auf. Er nutzte seine rhetorischen Fähigkeiten, seine moralische Überzeugungskraft und seine politischen Verbindungen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Unterstützung für seine Sache zu gewinnen. Er arbeitete mit anderen Abolitionisten zusammen, wie Thomas Clarkson, Olaudah Equiano, Hannah More und Granville Sharp. Er verbreitete Informationen über die Schrecken des Sklavenhandels, organisierte Petitionen und Boykotte und mobilisierte die Kirchen und die Presse.

Nach 20 Jahren harter Arbeit verabschiedete das Parlament 1807 das Gesetz zur Abschaffung des Sklavenhandels mit überwältigender Mehrheit. Wilberforce ruhte sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Er setzte seinen Kampf für die vollständige Befreiung aller Sklaven im britischen Reich fort. 1833, kurz vor seinem Tod, erlebte er noch einen weiteren historischen Sieg: Das Parlament verabschiedete das Gesetz zur Abschaffung der Sklaverei, das allen Sklaven im britischen Reich die Freiheit garantierte.

Wilberforce war nicht nur ein Abolitionist, sondern auch ein Philanthrop mit einem breiten Interessenspektrum. Er gründete oder unterstützte mehr als 60 Wohltätigkeitsorganisationen für verschiedene Zwecke, wie die Bekämpfung von Armut, Krankheit, Analphabetismus und Kriminalität. Er förderte auch die Missionstätigkeit im Ausland und setzte sich für die Rechte unterdrückter Völker ein, wie der Iren, der Juden und der Inder. Er war auch ein Pionier des Tierschutzes und gründete die Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten gegen Tiere.

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  • Fledermaus-Tier-Natur: Canva | Canva

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