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1. Dezember 1923 – Geburtstag von Morris

Heute ist der 1. Dezember, der Geburtstag eines der berühmtesten Comiczeichner der Welt: Morris. Er wurde 1923 in Belgien geboren und schuf die legendäre Serie Lucky Luke, die den Wilden Westen mit Humor und Abenteuer zum Leben erweckte.

Heute ist der 1. Dezember, der Geburtstag eines der berühmtesten Comiczeichner der Welt: Morris. Er wurde 1923 in Belgien geboren und schuf die legendäre Serie Lucky Luke, die den Wilden Westen mit Humor und Abenteuer zum Leben erweckte.

Morris, dessen richtiger Name Maurice De Bevere war, zeigte schon als Kind sein Talent für das Zeichnen. Er besuchte eine Jesuitenschule, wo er Karikaturen seiner Lehrer anfertigte. Einer seiner Mathematiklehrer soll sich mal bei seinen Eltern beschwert haben, dass er es wohl nie zu etwas bringen würde, da er ständig an den Rand seiner Mathebücher kritzle, anstatt im Unterricht mitzumachen. Nach einer Zeichner-Ausbildung arbeitete Morris ab 1944 in einem Trickfilmstudio, wo er andere bekannte Comiczeichner wie Franquin, Peyo und Eddy Paape kennenlernte.

1945 trat er eine Stelle bei den Editions Dupuis, den Herausgebern des Comic-Magazins Spirou, an. Dort traf er mit Jijé, Will und anderen zusammen. Wegen seiner Vorliebe für die amerikanische Geschichte begann er mit der Arbeit an einem neuen Wildwest-Comic. Seine erste Lucky-Luke-Geschichte Arizona 1880 erschien 1946 im später berühmten Spirou Almanach 1947. Das erste eigentliche Album La Mine d’or de Dick Digger (später dt. Die Goldmine von Dick Digger) erschien 1949.

1948 trat Morris eine sechsjährige Studienreise in die USA an. Er legte dort ein großes Archiv über die Pionierzeit an und traf auf die Comic-Zeichner Jack Davis und Harvey Kurtzman, denen er 1952 half, das MAD-Magazin zu gründen. In New York lernte er auch den Franzosen René Goscinny kennen, der nach der Rückkehr nach Europa ab 1955 bis zu seinem Tod 1977 die Geschichten für Lucky Luke schrieb. Die Zusammenarbeit mit Goscinny gilt als die Blütezeit der Serie, die sich durch ihren Witz, ihre Anspielungen auf reale Persönlichkeiten und Ereignisse und ihren Charme auszeichnete.

Typisch für die Comics um Lucky Luke ist das Auftauchen realer Persönlichkeiten aus der Geschichte des Wilden Westens oder aus der Populärkultur, z. B. Jesse James, Calamity Jane, Abraham Lincoln, Billy the Kid, Allan Pinkerton, Louis de Funès, Jean Gabin usw. Morris zeichnete seinen Helden als einen einsamen Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, und immer für Gerechtigkeit sorgt. An seiner Seite sind sein treues Pferd Jolly Jumper, der klügste Gaul der Welt, und die chaotischen Daltons, die immer wieder aus dem Gefängnis ausbrechen und von Lucky Luke gejagt werden.

Nach dem Tod von Goscinny arbeitete Morris mit verschiedenen anderen Autoren zusammen, wie Bob de Groot, Lo Hartog van Banda, Patrick Nordmann und dem Team Xavier Fauche und Jean Léturgie.

Morris starb im Juli 2001 an den Folgen eines Unfalls in seinem Brüsseler Haus. Bis zuletzt hat er an den Abenteuern seines einsamen Cowboys gezeichnet. Kurz vor seinem Tod beendete er mit dem Texter Patrick Nordmann den 76. Lucky-Luke-Band Eine Wildwest-Legende. Nach seinem Tod wurde die Reihe von Achdé und anderen Zeichnern fortgesetzt.

Morris war ein Meister seines Fachs, der mit seinem klaren Strich, seinem Sinn für Humor und seiner Liebe zum Detail eine der erfolgreichsten und beliebtesten Comicserien der Welt geschaffen hat. Sein Werk hat Generationen von Lesern begeistert und beeinflusst.

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