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25. Januar 2024 – 75 Jahre Bayerischer Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk (BR) feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Am 25. Januar 1949 wurde aus Radio München der BR, der erste Sender in der amerikanischen Besatzungszone, der in deutsche Hände überging.

Der Bayerische Rundfunk (BR) feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Am 25. Januar 1949 wurde aus Radio München der BR, der erste Sender in der amerikanischen Besatzungszone, der in deutsche Hände überging. Seitdem hat sich der BR zu einem vielfältigen und qualitativen Medienhaus entwickelt, das in Fernsehen, Radio, Online und Social Media für die Menschen in Bayern und darüber hinaus informiert, unterhält und bildet.

Der BR ist eine der ältesten und größten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. Er bietet ein vielfältiges Programm in Hörfunk, Fernsehen und Online an, das die kulturelle, gesellschaftliche und politische Vielfalt Bayerns widerspiegelt.

Die Geschichte des BR beginnt im Jahr 1922, als die „Deutsche Stunde in Bayern“ gegründet wurde. Sie war die erste private Rundfunkgesellschaft in Deutschland, die mit einer Sendekonzession der Reichspost ausgestattet war. Am 30. März 1924 startete sie ihr Programm aus dem Gebäude des Verkehrsministeriums in München. Die ersten Sendungen beinhalteten Zeitansagen, Nachrichten, Wetterberichte, Börsennachrichten und Musik. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Rundfunk zu einem wichtigen Medium für Information, Bildung und Unterhaltung. Er übertrug Opern, Hörspiele, Sportreportagen und Volkssendungen, gründete ein eigenes Orchester und ein Hörspielensemble. Im Lauf der Zeit entstanden Nebensender in Nürnberg, Regensburg und Würzburg.

Die Zeit des Nationalsozialismus bedeutet einen tiefen Einschnitt für den Rundfunk. Er wird gleichgeschaltet und zum Propagandainstrument des Regimes. Die „Deutsche Stunde in Bayern“ wird 1931 in „Bayerischer Rundfunk GmbH“ umbenannt und 1934 in die zentrale Reichsrundfunkgesellschaft (RRG) eingegliedert. Der Sender wird 1933 zum „Reichssender München“ und 1940 zum „Reichssender München II“. Er sendet vor allem Kriegsberichte, Durchhalteparolen und Stimmungsmache gegen die Feinde. Am 30. April 1945 stellt er seinen Betrieb ein.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Rundfunk von den amerikanischen Besatzungsbehörden neu organisiert. Er soll demokratische Werte vermitteln und die Meinungsbildung fördern. Am 25. Mai 1945 geht der Sender „Radio Munich“ auf Sendung, der später in „Radio München“ umbenannt wird. Er sendet Nachrichten, Kommentare, Reportagen und Unterhaltung. Er wird von der „Radio München GmbH“ betrieben, die von den Amerikanern kontrolliert wird. Er bekommt Konkurrenz von anderen Sendern, die von den Briten, Franzosen und Sowjets lizenziert werden.

Im Jahr 1949 wird der Rundfunk in Deutschland föderalisiert. Die Länder gründen eigene Rundfunkanstalten, die sich in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammenschließen. Der „Radio München“ wird zum „Bayerischen Rundfunk“ und erhält den Status einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Er ist unabhängig von Staat und Parteien und finanziert sich durch Rundfunkgebühren. Er erweitert sein Programmangebot und seine technische Ausstattung. Er startet neue Hörfunkwellen wie Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3 und Bayern 4 Klassik. Er beteiligt sich am Aufbau des Fernsehens, das 1952 seinen regulären Betrieb aufnimmt. Er produziert erfolgreiche Sendungen wie „Die Abendschau“, „Report München“, „Dahoam is Dahoam“ und „quer“.

Der BR ist heute ein modernes Medienunternehmen, das sich den Herausforderungen der digitalen Welt stellt. Neben seinen klassischen Programmen bietet er auch Online-Angebote wie BR24, BR Mediathek und BR Podcast an. Er engagiert sich für Medienkompetenz, Kultur, Bildung und Heimat. Er initiiert und unterstützt zahlreiche Projekte wie den „ARD Jugendmedientag“, den „Bayerischen Filmpreis“, den „Kreativwettbewerb crossmedia“ und den „Medienkompetenztag“. Die Rundfunkanstalt pflegt Kooperationen mit anderen Radiosendern, Kultureinrichtungen, Schulen und Vereinen und ist ein wichtiger Teil der bayerischen Identität und des öffentlichen Lebens.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier

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