Heute vor 215 Jahren, am 3. Februar 1809, wurde einer der bedeutenden Komponisten, Pianisten und Dirigenten der Romantik geboren: Felix Mendelssohn Bartholdy. Sein Leben und Werk sind ein Zeugnis für seine außergewöhnliche Begabung, seine vielseitige Bildung und seine Leidenschaft für die Musik.
Felix Mendelssohn Bartholdy entstammte einer wohlhabenden und angesehenen jüdischen Familie, die sich 1816 zum Protestantismus bekehrte und den Namen Bartholdy annahm. Sein Großvater war der berühmte Philosoph Moses Mendelssohn, sein Vater Abraham ein erfolgreicher Bankier. Seine Mutter Lea und seine Schwester Fanny waren ebenfalls musikalisch talentiert und förderten Felix’ Entwicklung.
Schon als Kind zeigte Felix Mendelssohn Bartholdy eine erstaunliche musikalische Begabung. Er lernte Klavier, Violine, Orgel und Komposition und trat schon früh als Wunderkind in der Öffentlichkeit auf. Mit 12 Jahren schrieb er seine ersten Sinfonien, mit 16 seine berühmte Ouvertüre zum Sommernachtstraum, die von Shakespeares Komödie inspiriert war. Mit 20 führte er die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach wieder auf, die fast 100 Jahre lang vergessen war. Damit trug er wesentlich zur Wiederentdeckung und Wertschätzung des Barockmeisters bei.
Felix Mendelssohn Bartholdy war nicht nur ein begnadeter Komponist, sondern auch ein virtuoser Pianist, Organist und Dirigent. Er bereiste ganz Europa und gab Konzerte, lernte berühmte Persönlichkeiten kennen und sammelte Eindrücke, die er in seiner Musik verarbeitete. So entstanden seine Italienische Sinfonie, die von seiner Reise nach Italien inspiriert war, seine Schottische Sinfonie, die von seiner Schottlandreise beeinflusst war, und seine Hebriden-Ouvertüre, die die Stimmung der schottischen Inseln einfing.
Felix Mendelssohn Bartholdy schuf ein umfangreiches und vielfältiges Werk, das alle musikalischen Gattungen umfasste. Er komponierte fünf Sinfonien, zwei Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, ein Violoncellokonzert, mehrere Ouvertüren, Kammermusik, Klaviermusik, Orgelmusik, Lieder, Chorwerke und zwei Oratorien: Paulus und Elias. Seine Musik zeichnet sich durch eine perfekte Form, eine reiche Harmonik, eine lebendige Rhythmik, eine eingängige Melodik und eine farbenfrohe Instrumentation aus. Er verband die klassische Tradition mit der romantischen Empfindung und schuf so einen eigenen, unverwechselbaren Stil.
Felix Mendelssohn Bartholdy starb am 4. November 1847 im Alter von nur 38 Jahren an einem Schlaganfall. Er hinterließ ein musikalisches Erbe, das bis heute bewundert und geliebt wird. Sein 215. Geburtstag ist ein Anlass, seine Musik neu zu entdecken und zu würdigen. Er war ein musikalisches Genie, das die Welt mit seiner Kunst bereichert hat.
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