Am 16. Februar 2024 wird in den USA der Keiner isst alleine-Tag (National No One Eats Alone Day) gefeiert. Der Tag ist eine Initiative von Beyond Differences, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Bekämpfung von sozialer Isolation bei Jugendlichen einsetzt. Der Tag soll Schüler dazu ermutigen, über alle Unterschiede hinweg Freundschaften zu schließen und niemanden beim Mittagessen allein zu lassen.
Der Keiner isst alleine-Tag wurde 2012 von Beyond Differences ins Leben gerufen, in Erinnerung an Lili Rachel Smith, die im Alter von 15 Jahren an einer Gesichtsanomalie starb und in der Schule sozial isoliert war. Ihre Familie gründete die Organisation mit der Mission, eine Atmosphäre der sozialen Inklusion zu schaffen und das Bewusstsein für die negativen Folgen von sozialer Isolation zu erhöhen. Soziale Isolation kann zu Depressionen, Angstzuständen, geringem Selbstwertgefühl und sogar Selbstmordgedanken führen.
Der Keiner isst alleine-Tag bietet den Schülern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, indem sie sich an gemeinsamen Aktivitäten beteiligen, wie z.B. Spiele, Kunstprojekte oder Gespräche. Die Schüler werden von ihren Lehrkräften und von speziell ausgebildeten Schülerleitern angeleitet, die sich freiwillig für die Organisation engagieren. Die Schülerleiter erhalten ein kostenloses Kit mit Materialien und Anleitungen, wie sie den Tag gestalten können.
Der Keiner isst alleine-Tag hat seit seiner Gründung eine große Resonanz gefunden. Im Jahr 2018 nahmen mehr als eine Million Schüler aus über 2.300 Schulen in allen 50 Bundesstaaten der USA teil. Der Tag wird auch von prominenten Persönlichkeiten wie dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, der Schauspielerin Jennifer Garner oder dem Sänger Jason Mraz unterstützt. Der Tag wird außerdem vom US-Gesundheitsministerium als eine der besten Empfehlungen zur Schaffung von sozialer Verbundenheit in Schulen gelistet.
Der Keiner isst alleine-Tag ist mehr als nur ein Tag. Er ist Teil einer Bewegung, die das Ziel hat, eine Kultur des Zusammengehörigkeitsgefühls in den Schulen zu fördern und die Schüler zu befähigen, sich gegenseitig zu akzeptieren und zu unterstützen. Wie die Gründerin von Beyond Differences, Laura Talmus, sagt: “Wir glauben, dass jeder Schüler das Recht hat, sich in der Schule willkommen und akzeptiert zu fühlen.”
