Heute, am 25. Februar 2024, jährt sich der Todestag von Ruth Drexel zum 15. Mal. Die Schauspielerin, Regisseurin und Theaterintendantin starb am 26. Februar 2009 im Alter von 78 Jahren an Krebs in Feldkirchen bei München. Sie hinterließ ein vielfältiges künstlerisches Erbe, das von der Bühne bis zum Fernsehen reicht.
Ruth Drexel wurde am 12. Juli 1930 in Vilshofen an der Donau geboren. Sie wuchs in Trostberg an der Alz auf und besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München, wo sie ihre Schauspielausbildung absolvierte. Ihr erstes Engagement erhielt sie an den Münchner Kammerspielen und spielte 1955 in Bertolt Brechts Stück Der gute Mensch von Sezuan, bei dem Brecht selbst anwesend war. Sie gehörte 1956/57 dem von Brecht gegründeten Berliner Ensemble an und wirkte unter anderem in der Uraufführung von Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui mit.
Ruth Drexel arbeitete mit Theatermachern wie Peter Stein und Rainer Werner Fassbinder zusammen und spielte herausragende Rollen wie Brechts Mutter Courage, Fleißers Balbina, Horvaths Valerie und Kipphardts Frau Eichmann. Sie inszenierte auch selbst, unter anderem Nestroys Der Talisman am Bayerischen Staatsschauspiel. 1980 gründete sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Schauspieler Hans Brenner, die Tiroler Volksschauspiele in Telfs, die sie bis 2008 leitete.
Ruth Drexel war auch im Film und Fernsehen präsent. Sie trat in Filmen wie Heimliches Rendezvous, The Blood of the Walsungs, Jail Bait, Heilt Hitler! und Schluchtenflitzer auf. Sie war in Serien wie Der Kommissar, Tatort, Münchner Geschichten, Zur Freiheit und Monaco Franze zu sehen. Ihre bekannteste Rolle war die der Resi Berghammer in Der Bulle von Tölz, in der sie die Mutter des gleichnamigen Kommissars spielte. Sie startete 2005 eine neue Serie, Agathe kann’s nicht lassen, in der sie eine ältere Detektivin nach dem Vorbild von Agatha Christies Miss Marple verkörperte.
Ruth Drexel war einmal verheiratet mit Michael Adami, mit dem sie eine Tochter, Katharina Adami, hatte. Sie hatte eine zweite Tochter, Cilli Drexel, aus ihrer langjährigen Beziehung mit Hans Brenner, der 1998 verstarb. Ruth Drexel war eine lebenslustige und humorvolle Frau, die sich für Politik, Literatur und Musik interessierte. Sie wurde mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden, dem Bundesverdienstkreuz, dem Deutschen Filmpreis und dem Bayerischen Fernsehpreis.
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