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13. Dezember 1920 – Gründung Haribo

Vor etwas über 100 Jahren, am 13. Dezember 1920, gründete Hans Riegel in einem Bonner Hinterhof die Firma Haribo.

Vor etwas über 100 Jahren, am 13. Dezember 1920, gründete Hans Riegel in einem Bonner Hinterhof die Firma Haribo. Aus einem Sack Zucker, einem Kupferkessel und einer Marmorplatte entstand ein Weltkonzern, der heute zu den größten Produzenten von Süßwaren gehört. Haribo ist vor allem bekannt für seine Goldbären, die 1922 als Tanzbären erfunden wurden und seitdem Millionen von Kindern und Erwachsenen erfreuen.

Der Name „Haribo“ steht für Hans Riegel Bonn, die Initialen des Gründers und seines Heimatortes. Hans Riegel war ein gelernter Süßwarenmacher, der seine Leidenschaft zum Beruf machte. Er experimentierte mit verschiedenen Zutaten und Formen, um neue Süßigkeiten zu kreieren. Sein erster großer Erfolg waren die Tanzbären, die er aus Gummi arabicum herstellte, einem natürlichen Bindemittel aus dem Saft von Akazienbäumen. Die Tanzbären waren weicher und größer als die heutigen Goldbären und wurden in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten.

1925 erweiterte Haribo sein Sortiment um Lakritzprodukte, die ebenfalls sehr beliebt wurden. Die Firma wuchs stetig und baute eine eigene Vertriebsorganisation in Deutschland auf. 1935 eröffnete Haribo seine erste ausländische Tochtergesellschaft in Kopenhagen, Dänemark. Während des Zweiten Weltkriegs litt die Produktion unter Rohstoffknappheit und musste zeitweise eingestellt werden. Nach dem Krieg erholte sich Haribo schnell und expandierte weiter in Europa und Übersee.

Haribo setzte nicht nur auf bewährte Klassiker, sondern entwickelte ständig neue Produkte, die auf die Vorlieben der verschiedenen Märkte abgestimmt waren. So entstanden zum Beispiel die Chamallows (ehemals Dulcia), die Maoam Kaubonbons, die Konfekt-Mischung Color-Rado oder die Fruchtgummi-Schlümpfe. Haribo übernahm auch andere Qualitätsmarken im In- und Ausland, wie zum Beispiel die britische Firma Dunhills, die französische Firma Lamy Lutti oder die türkische Firma Pamir.

Heute produziert Haribo an 16 Standorten in 10 Ländern und beschäftigt über 7000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist nach wie vor in Familienbesitz und wird von Hans Riegels Söhnen Hans Guido Riegel und Johannes Niclassen sowie von Andreas Patz und Holger Lackhoff geleitet. Haribo ist in mehr als 120 Ländern der Welt vertreten und gilt als Weltmarktführer im Fruchtgummi- und Lakritzbereich. Der Jahresumsatz beträgt rund 2,8 Milliarden Euro.

Haribo ist nicht nur ein erfolgreicher Süßwarenhersteller, sondern auch ein Kulturgut. Die Marke ist eng mit der deutschen Geschichte und Identität verbunden und hat viele Generationen geprägt. Der berühmte Slogan „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso“ spiegelt die Philosophie des Unternehmens wider, das Freude und Spaß für alle Altersgruppen bieten will. Haribo ist auch ein wichtiger Sponsor von Sport- und Kulturveranstaltungen, wie zum Beispiel der Tour de France, dem Kölner Karneval oder dem Haribo Museum in Uzès, Frankreich.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
Bild: Werner Niedermeier

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