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21. April 2025 – Tag der Verwertung tierischer Nebenprodukte

Der 21. April steht im Zeichen eines weitgehend unbekannten, aber bedeutsamen industriellen Prozesses: der Verwertung tierischer Nebenprodukte.

Der 21. April steht im Zeichen eines weitgehend unbekannten, aber bedeutsamen industriellen Prozesses: der Verwertung tierischer Nebenprodukte. An diesem Tag wird die Aufmerksamkeit auf eine Branche gelenkt, die im Hintergrund einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, zur Kreislaufwirtschaft und zur Abfallvermeidung leistet. Der Gedenktag wurde 2023 von der North American Renderers Association (NARA) ins Leben gerufen und bewusst auf den Vortag des Earth Day gelegt. Ziel ist es, das Bewusstsein für den ökologischen Wert dieser Verwertung zu stärken und einen oft übersehenen Bereich der Lebensmittelverarbeitung sichtbar zu machen.

Die Verwertung tierischer Nebenprodukte beschreibt die industrielle Verarbeitung von Material, das bei der Fleischverarbeitung anfällt und für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist – darunter Knochen, Fett, Blut, Häute oder Organe. Auch gebrauchte Speiseöle aus Gastronomie und Industrie werden in den Prozess einbezogen. Diese Stoffe werden erhitzt, getrocknet und zu neuen Produkten weiterverarbeitet. Das Ergebnis sind Rohstoffe für Tiernahrung, industrielle Schmierstoffe, Biodiesel, Düngemittel, Seifen und sogar Kosmetika. Der Kreislauf schließt sich dort, wo zuvor Ressourcen verschwendet worden wären.

Ein zentrales Anliegen des Tags der Verwertung tierischer Nebenprodukte ist es, auf die Rolle dieses Prozesses in der Reduktion von Lebensmittelabfällen hinzuweisen. Ohne diese Art der Verwertung müssten jährlich Millionen Tonnen organischer Stoffe auf Deponien entsorgt oder verbrannt werden – mit erheblichen Folgen für die Umwelt. Durch die Wiederverwendung werden nicht nur Deponieraum und Emissionen eingespart, sondern auch fossile Ressourcen ersetzt. So kann beispielsweise Biodiesel aus tierischem Fett ein nachhaltigerer Ersatz für konventionellen Dieselkraftstoff sein. Das bedeutet: Diese Verwertung ist nicht nur Resteverwertung, sondern ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.

Zudem betonen Branchenvertreter, dass der Prozess strengen hygienischen und technischen Standards unterliegt. Moderne Anlagen arbeiten mit hohem technischem Aufwand, um Emissionen zu kontrollieren und die Qualität der Endprodukte zu sichern. Gerade angesichts wachsender Umweltprobleme, Ressourcenknappheit und Diskussionen über die Zukunft der Ernährung bietet die Verwertung tierischer Nebenprodukte eine praktikable Möglichkeit, vorhandene Stoffströme besser zu nutzen.

Der Aktionstag will nicht nur informieren, sondern auch enttabuisieren. Der Umgang mit tierischen Nebenprodukten ist in vielen Gesellschaften ein sensibles Thema. Oft fehlt das Wissen darüber, was mit diesen Stoffen geschieht – oder welche Bedeutung sie für zahlreiche Wirtschaftszweige haben. Veranstaltungen, Aufklärungskampagnen und Einblicke in die Praxis sollen helfen, dieses Thema transparenter zu machen.

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