Am 16. Juni findet der Weltweite Nachfüll-Tag statt – im englischen Original „World Refill Day“. Dieser internationale Aktionstag wurde ins Leben gerufen, um auf die Umweltbelastung durch Einwegverpackungen aufmerksam zu machen und konkrete Alternativen zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Idee, Dinge nicht wegzuwerfen, sondern wieder aufzufüllen: Trinkflaschen, Kaffeebecher, Vorratsbehälter oder Seifenspender.
Initiiert wurde der Tag von der britischen Umweltorganisation City to Sea, die mit dem Motto „Refill not Landfill“ zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen aufruft. Ziel ist es, durch kleine, alltägliche Entscheidungen einen spürbaren Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Klimaschutz zu leisten. Wer regelmäßig Mehrweg statt Einweg nutzt, kann über das Jahr hinweg beträchtliche Mengen Müll vermeiden.
Auch in Deutschland gibt es am Nachfüll-Tag zahlreiche Mitmachaktionen: In vielen Städten beteiligen sich Geschäfte, Apotheken und gastronomische Betriebe, indem sie kostenloses Leitungswasser zum Nachfüllen anbieten oder auf Mehrwegverpackungen umstellen. Ein Refill-Aufkleber an der Tür signalisiert, dass hier das Mitbringen eigener Gefäße ausdrücklich erwünscht ist.
Der Aktionstag richtet sich nicht nur an einzelne Verbraucher, sondern fordert auch politische Rahmenbedingungen, die wiederverwendbare Systeme stärken. Umweltverbände plädieren für verpflichtende Mehrwegquoten, klare Kennzeichnungspflichten und gezielte Fördermaßnahmen für Betriebe, die auf Einweg verzichten. Kritisiert wird, dass viele große Handelsketten noch immer keine konsequenten Mehrwegstrategien verfolgen.
Der Weltweite Nachfüll-Tag will zeigen, dass Veränderungen möglich sind – nicht durch Verzicht, sondern durch kluge Alternativen. Wer nachfüllt statt wegzuwerfen, spart Geld, schont Ressourcen und sendet ein deutliches Signal für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.
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