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21. Juni 2007 – Todestag Georg Danzer

Heute, am 21. Juni, erinnert man sich an den Todestag des österreichischen Liedermachers Georg Danzer. Mit seinen Liedern und Texten prägte er eine ganze Generation und wurde zur Ikone des Austropop.

Heute, am 21. Juni, erinnert man sich an den Todestag des österreichischen Liedermachers Georg Danzer. Mit seinen Liedern und Texten prägte er eine ganze Generation und wurde zur Ikone des Austropop. Danzer starb am 21. Juni 2007 im Alter von 60 Jahren an Lungenkrebs; sein musikalisches Vermächtnis jedoch bleibt lebendig.

Georg Franz Danzer wurde am 7. Oktober 1946 in Wien geboren. Schon früh zeigte sich seine Liebe zur Musik. In den 1960er Jahren begann er seine Karriere als Sänger und Gitarrist. 1966 veröffentlichte er seine erste Single „Vera“ und war Mitglied verschiedener Bands. Doch es war seine Solokarriere, die ihn zu einer Ikone des Austropop machen sollte.

Sein Durchbruch gelang ihm 1971 mit dem Lied „Tschik“. Das Stück, das sich kritisch mit dem Rauchen auseinandersetzt, wurde zu einem ersten Erfolg und machte ihn über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Es folgten weitere Hits wie „Hupf in Gatsch“ und „Weiße Pferde“.

Georg Danzer war nicht nur Musiker, sondern auch ein scharfer Beobachter der Gesellschaft. Seine Texte waren oft sozialkritisch und politisch. Mit Liedern wie „Der Tschik“, „Jö schau“ und „Freiheit“ nahm er kein Blatt vor den Mund und thematisierte Themen wie Umweltzerstörung, soziale Ungerechtigkeit und persönliche Freiheit. Seine ehrliche und oft provokative Art brachte ihm nicht nur Bewunderer, sondern auch Kritiker ein.

Besonders eindrucksvoll war sein Engagement für Freiheit und Selbstbestimmung. Sein Song „Die Freiheit“ gilt als eine der stärksten Freiheitshymnen nicht nur des Austropop.

Danzer war ein musikalischer Allrounder. Seine Musik erstreckte sich über eine Vielzahl von Genres, von Folk über Rock bis hin zu Balladen. Diese Vielfalt spiegelte sich auch in seinen Alben wider. Mit „Ollas leiwand“ (1974) und „Narrenhaus“ (1979) legte er zwei der wichtigsten Platten der österreichischen Musikgeschichte vor.

In den 1980er Jahren erlebte Danzer mit dem Album „Und so weiter“ einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere. Der Song „Ruhe vor dem Sturm“ wurde ein großer Erfolg und zeigte erneut seine Fähigkeit, zeitlose Melodien mit tiefgründigen Texten zu verbinden.

Privat führte Georg Danzer ein bewegtes Leben. Er war dreimal verheiratet und hatte vier Kinder. Trotz seiner Erfolge kämpfte er immer wieder mit persönlichen Krisen und gesundheitlichen Problemen. Seine Krebserkrankung, die 2006 diagnostiziert wurde, setzte seinem Schaffen ein jähes Ende. Dennoch blieb er bis zuletzt aktiv und veröffentlichte noch kurz vor seinem Tod das Album „Persönlich“.

Georg Danzers Tod im Jahr 2007 hinterließ eine Lücke in der österreichischen Musiklandschaft. Doch sein Vermächtnis lebt weiter. Seine Lieder werden nach wie vor gespielt und geschätzt. Viele seiner Texte haben nichts von ihrer Aktualität verloren und inspirieren auch heute noch junge Musiker.

An seinem Todestag erinnern sich Fans und Freunde an einen Künstler, der es verstand, Musik und Poesie auf einzigartige Weise zu verbinden. Georg Danzer bleibt unvergessen; als Sänger, als Dichter und als Mahner.

Bild: Hannes Schneidermayer | CC BY-SA 3.0 Unported
Bild: Hannes Schneidermayer – Lizenz: CC BY-SA 3.0

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  • Georg_Danzer_1946-2007_in_Imst_Austria-Hannes-Schneidermayer-CC3: Hannes Schneidermayer | CC BY-SA 3.0 Unported

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