Am 4. Juli feiern Fans des britischen Schriftstellers Lewis Carroll (1832 – 1898) den Alice im Wunderland-Tag (engl. Alice in Wonderland Day). An diesem Tag wird eines der bedeutendsten Werke aus dem Genre des literarischen Nonsens bzw. der Kinderbücher geehrt.
Es ist nicht ganz klar, wer den Alice im Wunderland-Tag erfunden hat und wann das war. Einige Quellen sagen, dass der Tag zum ersten Mal im Jahr 2015 gefeiert wurde, zum 150. Jubiläum der ersten Veröffentlichung des Buches. Die Wahl des 4. Juli als Datum beruht auf der Tatsache, dass Lewis Carroll die Geschichte zum ersten Mal am 4. Juli 1862 an Alice Liddell und ihre Schwestern erzählte.
Alice im Wunderland ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das in eine fantastische Welt voller skurriler Charaktere und Abenteuer gerät. Die Inspiration für diese Geschichte kam von einer realen Person: Alice Liddell, die Tochter des Dekans von Christ Church in Oxford, wo Carroll als Mathematiker lehrte.
Am 4. Juli 1862 unternahm Carroll eine Bootsfahrt auf dem Fluss Thames mit Alice und ihren zwei Schwestern Lorina und Edith. Um die Kinder zu unterhalten, erzählte er ihnen eine Geschichte über ein Mädchen namens Alice, das einem weißen Kaninchen in einen Kaninchenbau folgt und dort auf allerlei merkwürdige Gestalten trifft.
Die Geschichte gefiel den Mädchen so gut, dass sie Carroll baten, sie aufzuschreiben. Ein Jahr später schenkte er Alice Liddell ein handgeschriebenes Manuskript mit dem Titel „Alice’s Adventures Under Ground“. Nach einigen Erweiterungen und Illustrationen veröffentlichte er das Buch 1865 unter dem Namen „Alice’s Adventures in Wonderland“. 1871 folgte die Fortsetzung „Through the Looking-Glass, and What Alice Found There“.
Alice im Wunderland gilt als eines der einflussreichsten und innovativsten Werke der englischen Literatur. Es ist nicht nur eine spannende und humorvolle Erzählung für Kinder, sondern auch eine kritische und philosophische Auseinandersetzung mit Themen wie Logik, Sprache, Identität und Realität.
Das Buch ist voller Anspielungen, Rätsel, Wortspiele und Parodien, die sowohl Leser als auch Literaturwissenschaftler herausfordern und faszinieren. Es hat zahlreiche Interpretationen und Deutungen hervorgebracht, die von psychologischen über politische bis hin zu religiösen Aspekten reichen.
Alice im Wunderland hat auch die Popkultur nachhaltig geprägt. Es wurde mehrfach verfilmt, vertont, adaptiert und parodiert. Es hat viele andere Autoren, Künstler und Musiker inspiriert und beeinflusst. Es hat sogar zu eigenen Begriffen wie „Wunderland“, „Grinsekatze“ oder „Jabberwocky“ geführt.

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