Am 17. Juli feiert man den offiziellen Emojitag. Dieser Tag wurde gewählt, weil das Kalender-Emoji auf vielen Plattformen dieses Datum anzeigt. Aber was sind Emojis eigentlich und wie haben sie unsere Kommunikation beeinflusst?
Emojis sind kleine Bilder, die in Textnachrichten, E-Mails, sozialen Medien und anderen digitalen Kanälen verwendet werden, um Gefühle, Stimmungen, Reaktionen oder Objekte auszudrücken. Der Begriff stammt aus dem Japanischen und bedeutet „Bildschriftzeichen“. Die ersten Emojis wurden 1999 vom japanischen Künstler Shigetaka Kurita für eine Mobilfunkfirma entworfen. Seitdem haben sich Emojis zu einem globalen Phänomen entwickelt, das von Millionen von Menschen jeden Tag genutzt wird.
Der Emojitag wurde 2014 erstmals von dem in London lebenden Australier Jeremy Burge ins Leben gerufen. Er gründete 2013 die Emojipedia, in der alle Änderungen der Unicode-Emoji dokumentiert werden. Der Emojitag fiel auf den 17. Juli, weil das Kalender-Emoji auf vielen Plattformen dieses Datum anzeigt.
Der Emojitag ist aber nicht zu verwechseln mit dem Emoticon, das schon viel älter ist. Das erste Emoticon, ein seitwärts lächelndes Gesicht, wurde 1982 von dem Informatikprofessor Scott E. Fahlman an der Carnegie Mellon University in den USA erfunden. Er wollte damit ironische Nachrichten kennzeichnen.
Laut dem Unicode-Konsortium, der Organisation, die für die Standardisierung und Verbreitung von Emojis verantwortlich ist, umfasst der offizielle Unicode-Standard mit Stand Juli 2025 insgesamt 3.782 Emojis., die verschiedene Gesichtsausdrücke, Tiere, Pflanzen, Lebensmittel, Flaggen, Aktivitäten und vieles mehr darstellen. Jedes Jahr werden neue Emojis vorgeschlagen und genehmigt, um die Vielfalt und Inklusion der Nutzer widerzuspiegeln. So wurden zum Beispiel in den letzten Jahren Emojis mit verschiedenen Hautfarben, Haarfarben, Geschlechtern und Behinderungen eingeführt.
Aber wie wirken sich Emojis auf unsere Kommunikation aus? Studien haben gezeigt, dass Emojis verschiedene Funktionen erfüllen können, wie zum Beispiel:
- Die Vermittlung von Emotionen und Einstellungen, die durch geschriebene Sprache allein schwer auszudrücken sind.
- Die Verstärkung oder Abschwächung von Botschaften, je nachdem, welche Emojis hinzugefügt werden.
- Die Schaffung von Humor, Ironie oder Sarkasmus, indem Emojis in unerwarteten oder kontrastierenden Kontexten verwendet werden.
- Die Erhöhung der sozialen Bindung und Empathie zwischen den Kommunikationspartnern, indem Emojis als Zeichen der Zuneigung oder des Mitgefühls verwendet werden.
- Die Anpassung an verschiedene Kommunikationsstile und -normen, je nachdem, welche Plattform oder welches Publikum angesprochen wird.

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