Der Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung ist für viele Menschen in Deutschland ein fester Termin im Jahreskalender. Wer verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, muss in der Regel bis zum 31. Juli des Folgejahres die Unterlagen beim Finanzamt einreichen. Für das Steuerjahr 2024 bedeutet das: Der Stichtag fällt auf Donnerstag, den 31. Juli 2025. Diese Frist gilt sowohl für Arbeitnehmer, die zur Abgabe verpflichtet sind, als auch für Selbstständige und Freiberufler. Wer seine Erklärung freiwillig abgibt, hat hingegen deutlich mehr Zeit und kann bis zu vier Jahre rückwirkend tätig werden.
Wer seine Steuererklärung nicht selbst erstellt, sondern einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein beauftragt, profitiert von einer längeren Frist. In diesem Fall endet die Abgabefrist für das Steuerjahr 2024 erst am 2. Juni 2026. Hintergrund ist, dass die gesetzliche Verlängerung um sieben Monate in solchen Fällen automatisch greift. Wird die Frist dennoch überschritten, ohne dass eine Verlängerung beantragt oder vom Finanzamt gewährt wurde, drohen Verspätungszuschläge. Diese werden in der Regel ab dem Folgemonat erhoben und können sich schnell summieren.
Die Steuererklärung kann heute auf mehreren Wegen eingereicht werden. Am gebräuchlichsten ist das elektronische Verfahren über das Portal „Mein ELSTER“. Papierformulare sind ebenfalls noch möglich, werden jedoch zunehmend seltener genutzt. Für viele Steuerpflichtige lohnt sich die pünktliche Abgabe, da Erstattungen winken können. Laut Angaben des Bundesfinanzministeriums erhielten im Jahr 2023 rund 88 Prozent derjenigen, die eine Steuererklärung abgaben, Geld vom Finanzamt zurück. Im Durchschnitt lag die Rückzahlung bei etwa 1.100 Euro.
Für alle, die Schwierigkeiten haben, die Frist einzuhalten, bietet das Finanzamt die Möglichkeit, eine Fristverlängerung zu beantragen. Der Antrag sollte jedoch rechtzeitig und mit einer kurzen Begründung gestellt werden. Wer den Termin bewusst ignoriert, muss mit Nachteilen rechnen. Neben Verspätungszuschlägen kann das Finanzamt Schätzungen vornehmen, die oft zu höheren Steuerforderungen führen.
Steuerexperten raten daher, die Unterlagen frühzeitig zu ordnen und sich nicht erst kurz vor dem Stichtag um die Erklärung zu kümmern. Zum einen lassen sich mögliche Erstattungen schneller auszahlen, zum anderen wird der Druck geringer, wenn Nachweise oder Bescheinigungen fehlen.
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