Kalender

3. September 2025 – Tag der Erbsensuppe

Heute feiern wir in Deutschland den Tag der Erbsensuppe, ein Festtag, der ganz im Zeichen eines der beliebtesten traditionellen Gerichte steht.

Heute feiern wir in Deutschland den Tag der Erbsensuppe, ein Festtag, der ganz im Zeichen eines der beliebtesten traditionellen Gerichte steht. Seit 2024 wird dieser Tag jährlich am 3. September begangen, um die Erbsensuppe zu ehren und ihre kulinarische Vielfalt zu zelebrieren.

Die Erbsensuppe ist weit mehr als nur ein Gericht; sie ist ein Stück deutscher Esskultur. Bereits im 19. Jahrhundert galt sie als Nahrung der Arbeiterklasse, die mit einfachen, aber nahrhaften Zutaten satt werden wollte. Ihre Beliebtheit hat sie über die Jahrzehnte hinweg beibehalten, nicht zuletzt wegen ihrer Vielseitigkeit. Ob mit Speck, Würstchen, Karotten oder Kartoffeln – jede Region hat ihre eigene Variante, und viele Familien hüten ihr persönliches Rezept wie einen Schatz.

Der Initiator dieses besonderen Tages, Sven Giese, Betreiber des Kalenders der kuriosen Feiertage, wollte mit dem Tag der Erbsensuppe einen Anlass schaffen, um die Tradition und den Genuss dieses Gerichts zu feiern. Zur Begründung schrieb er: „Zwar finden sich zahlreiche lokale Aktionen, bei denen Erbensuppe für einen guten Zweck verkauft wird, ein eigener Feiertag zu Ehren der Erbensuppe fehlte bisher.“

Die Geschichte der Erbsensuppe ist faszinierend und reicht weit zurück. Erbsen gehören zu den ältesten kultivierten Pflanzen und stammen ursprünglich aus Vorderasien. In Europa werden sie seit mindestens 6000 Jahren angebaut und waren lange Zeit ein Grundnahrungsmittel, besonders für die ärmere Bevölkerung.

Bereits im antiken Griechenland wurde Erbsensuppe erwähnt. In Aristophanes’ Komödie “Die Vögel” aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. wird sie als Straßenessen in Athen beschrieben. Auch in der Seefahrt spielte die Erbsensuppe eine wichtige Rolle, da getrocknete Erbsen lange haltbar sind und somit eine ideale Nahrung für lange Reisen darstellten.

In Schweden und Finnland ist Erbsensuppe traditionell ein Donnerstagsgericht, das vor dem freitäglichen Fasten gegessen wird. Diese Tradition geht auf die katholische Fastenpraxis zurück. Eine interessante historische Anekdote ist, dass der schwedische König Erik XIV. angeblich mit einer vergifteten Erbsensuppe ermordet wurde.

Im 19. Jahrhundert wurde die Erbsensuppe auch in der Militärverpflegung populär. 1867 wurde die Erbswurst, eines der ersten industriellen Fertiggerichte, eingeführt. Diese enthielt Erbsenmehl, Speck und Gewürze und war besonders bei Soldaten beliebt. Die Produktion der Erbswurst wurde jedoch Ende 2018 eingestellt.

Für Besserwisser hier ein einfaches Rezept, um die Erbsensuppe zu Hause nachzukochen:

Rezept für klassische Erbsensuppe:

  • 500 g getrocknete grüne Erbsen
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Karotten, in Scheiben geschnitten
  • 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
  • 200 g Kasseler oder Bauchspeck, gewürfelt
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Die Erbsen über Nacht einweichen.
  2. Am nächsten Tag die Erbsen abgießen und zusammen mit der Gemüsebrühe in einen großen Topf geben.
  3. Zwiebel, Karotten, Lauch und Kasseler/Bauchspeck hinzufügen.
  4. Lorbeerblätter dazugeben und alles zum Kochen bringen.
  5. Die Suppe bei niedriger Hitze etwa 1,5 Stunden köcheln lassen, bis die Erbsen weich sind.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.

Heute ist die Erbsensuppe ein beliebtes Gericht in vielen Ländern und wird in zahlreichen Variationen zubereitet. Sie steht für Gemütlichkeit und Tradition und ist besonders in der kalten Jahreszeit ein echter Genuss.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Tom Waits shutterstock_2685878415 crop: Shutterstock | Shutterstock
  • Johann_Nepomuk_Nestroy-Gemeinfrei-Crop: Gemeinfrei | Gemeinfrei

Heute ist außerdem...

Sehen Sie, was heute sonst noch los ist.

Entdecken