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5. September 2025 – Tag der Rückenmarksverletzungen

Der Tag der Rückenmarksverletzungen (Spinal Cord Injury Day) wird jedes Jahr am 5. September begangen und rückt eine Verletzung in den Mittelpunkt, die für die Betroffenen lebensverändernd ist.

Der Tag der Rückenmarksverletzungen (Spinal Cord Injury Day) wird jedes Jahr am 5. September begangen und rückt eine Verletzung in den Mittelpunkt, die für die Betroffenen lebensverändernd ist. Seit seiner Einführung durch die International Spinal Cord Society im Jahr 2016 hat sich der Tag zu einem weltweiten Aktionstag entwickelt, der das Bewusstsein für Ursachen, Folgen und Prävention von Rückenmarksverletzungen stärken soll.

Eine Rückenmarksverletzung zählt zu den gravierendsten Traumata, die den menschlichen Körper treffen können. Oft führt sie zu dauerhafter Querschnittslähmung und verändert das gesamte Leben der Betroffenen. Die Gründe sind vielfältig: Verkehrsunfälle, Stürze im häuslichen Umfeld, Sportverletzungen oder Gewalteinwirkungen gehören zu den häufigsten Auslösern. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation erleiden jedes Jahr zwischen 250.000 und 500.000 Menschen weltweit eine solche Verletzung. Neben den motorischen Einschränkungen kommen meist weitere gesundheitliche Probleme hinzu, etwa Störungen der Blasen- und Darmfunktion, chronische Schmerzen oder ein erhöhtes Risiko für Infektionen.

Der Tag der Rückenmarksverletzungen möchte nicht nur über Risiken und Folgen aufklären, sondern vor allem auf Prävention hinweisen. Neben der Prävention geht es an diesem Tag auch um die medizinische Versorgung und die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen. Fortschritte in der Akutbehandlung, moderne Rehabilitationsmethoden und neue technische Hilfsmittel wie Exoskelette oder computergestützte Rollstühle eröffnen Perspektiven für ein aktiveres und selbstbestimmteres Leben. Dennoch bleibt die Herausforderung groß, Barrieren im Alltag zu überwinden. Barrierefreie Wohnungen, zugängliche öffentliche Verkehrsmittel und ein inklusives Arbeitsumfeld sind entscheidend, damit Menschen mit Rückenmarksverletzungen ihre Fähigkeiten entfalten können.

Der Tag der Rückenmarksverletzungen ist daher nicht nur ein medizinisches Thema, sondern auch ein gesellschaftliches. Er ruft dazu auf, Solidarität zu zeigen, Vorurteile abzubauen und bessere Bedingungen für ein Leben mit Querschnittslähmung zu schaffen. In vielen Ländern organisieren Kliniken, Selbsthilfegruppen und Wohlfahrtsverbände Informationsveranstaltungen, Kampagnen und Aktionen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu gewinnen.

So ist der 5. September mehr als ein Gedenktag. Er ist eine Aufforderung, über Prävention nachzudenken, Forschung zu unterstützen und die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. Rückenmarksverletzungen können jeden treffen, ihre Folgen reichen weit über das Individuum hinaus und betreffen Familien, Freunde und die Gesellschaft als Ganzes. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, leistet einen Beitrag dazu, dass Betroffene nicht nur medizinische Hilfe erhalten, sondern auch die Chance auf ein erfülltes Leben.

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