Am ersten Sonntag im November ist es wieder soweit: Die Uhren werden in den USA von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Das bedeutet eine Stunde mehr Schlaf – oder eine Stunde mehr Zeit, um einfach mal nichts zu tun. Genau das ist die Idee hinter dem Tag des Nichtstuns (Zero Tasking Day), einem inoffiziellen Feiertag, der zum Faulenzen und Abschalten ermutigt.
Der Tag des Nichtstuns wurde 2009 von der US-amerikanischen Autorin Nancy Christie ins Leben gerufen, die damit ein Zeichen gegen den Stress und die Hektik des modernen Lebens setzen wollte. Sie fordert die Menschen auf, die geschenkte Stunde nicht mit zusätzlichen Aufgaben zu füllen, sondern sich eine Pause zu gönnen und die Seele baumeln zu lassen. Dabei geht es nicht nur um körperliche Erholung, sondern auch um seelische Erhebung.
Doch wie kann man den Tag des Nichtstuns am besten feiern? Das hängt natürlich von den persönlichen Vorlieben ab, aber hier sind einige Vorschläge, wie man die Zeit sinnvoll nutzen kann, ohne etwas zu tun:
- Ein gutes Buch lesen, einen spannenden Film schauen oder Musik hören
- Ein Nickerchen machen, meditieren oder Yoga üben
- Ein leckeres Frühstück oder Mittagessen zubereiten und genießen
- Mit Freunden oder Familie telefonieren, chatten oder skypen
- Sich ein heißes Bad einlassen, eine Massage gönnen oder sich selbst verwöhnen
- Einfach aus dem Fenster schauen, die Natur beobachten oder spazieren gehen
Natürlich gibt es auch einige Dinge, die man am Zero Tasking Day vermeiden sollte, um den Tag nicht zu verderben:
- Die Arbeit mit nach Hause nehmen, E-Mails checken oder Termine machen
- Sich über die Nachrichten, die Politik oder die Welt ärgern
- Sich mit anderen vergleichen, kritisieren oder unter Druck setzen
- Sich langweilen, gelangweilt oder schuldig fühlen
- Sich zu viel vornehmen, planen oder organisieren
Der Tag des Nichtstuns ist also eine Einladung, sich selbst etwas Gutes zu tun und die Zeit zu schätzen, die man hat. Denn wie der französische Schriftsteller Jules Renard (1864–1910) einmal sagte: „Die Zeit ist das einzige Kapital der Menschen, die nur ihre Intelligenz haben.“

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