Am 13. November wird in den USA der Tag des Indian Pudding (National Indian Pudding Day) gefeiert, ein Tag, der einem traditionellen Dessert aus der Kolonialzeit gewidmet ist. Der Indian Pudding ist eine Art Brei aus Maisgrieß, Milch, Butter, Zucker, Melasse und Gewürzen, der stundenlang im Ofen gebacken wird, bis er eine cremige Konsistenz und eine dunkle Farbe annimmt. Er wird oft mit Vanilleeis oder Schlagsahne serviert.
Der Indian Pudding hat seinen Ursprung in der englischen Küche, die im 17. Jahrhundert nach Nordamerika gebracht wurde. Die Siedler mussten ihren geliebten Hasty Pudding, einen Brei aus Weizenmehl und Wasser, an die lokalen Zutaten anpassen. Sie lernten von den Ureinwohnern, wie man Mais anbaut und verarbeitet, und ersetzten das Weizenmehl durch Maisgrieß, den sie Indian Meal nannten. Sie fügten auch Milch und Melasse hinzu, die sie von den Westindischen Inseln importierten, sowie Butter, Eier und Gewürze wie Zimt, Ingwer und Muskatnuss.
Der Indian Pudding wurde zu einem beliebten Dessert in Neuengland, vor allem im Winter, wenn er als wärmende Speise geschätzt wurde. Er wurde auch zu besonderen Anlässen wie Thanksgiving oder Weihnachten zubereitet. Im Laufe der Zeit wurde er jedoch von anderen Süßspeisen verdrängt, die schneller und einfacher zuzubereiten waren. Heute ist der Indian Pudding eher eine nostalgische Spezialität, die nur noch in wenigen Restaurants oder zu Hause angeboten wird.
Der Tag des Indian Pudding soll an diese kulinarische Tradition erinnern und die Menschen dazu ermutigen, dieses Dessert wiederzuentdecken oder zum ersten Mal auszuprobieren. Man kann auch Rosinen, Nüsse oder andere Zutaten hinzufügen, um den Geschmack zu variieren. Der Indian Pudding ist eine süße und herzhafte Köstlichkeit, die einen Hauch von Geschichte und Kultur in jede Mahlzeit bringt.
