Am Sonntag, den 30. November 2025 feiert die christliche Kirche den ersten Advent, ein besonderer Tag im Kirchenjahr, der den Beginn der Vorbereitungszeit auf Weihnachten markiert.
Das Wort “Advent” stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “Ankunft”. Damit ist die Ankunft Jesu Christi gemeint, dessen Geburt an Weihnachten gefeiert wird. Die Adventszeit ist also eine Zeit der Erwartung und Hoffnung auf die Erlösung durch den Sohn Gottes. Schon im 4. Jahrhundert gab es in einigen Teilen der christlichen Welt eine Adventszeit, die als eine Zeit des Fastens und der Buße verstanden wurde. Damit wollte man sich geistlich auf das zweithöchste Fest des Kirchenjahres vorbereiten. Papst Gregor der Große (540-604) legte die Zahl der Adventssonntage auf vier fest, die jeweils ein eigenes Thema haben.
Der erste Adventssonntag steht unter dem Motto “Wachet auf, ruft uns die Stimme”. Er erinnert an die Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten, die in der Bibel als das Jüngste Gericht beschrieben wird. Die Christen sollen wachsam und bereit sein, dem Herrn zu begegnen.
Zu den beliebtesten Bräuchen im Advent gehört der Adventskranz, der aus einem Kranz aus Tannenzweigen mit vier Kerzen besteht. Er symbolisiert das Licht, das in der Dunkelheit der Welt leuchtet. Jeden Sonntag wird eine weitere Kerze angezündet, bis am vierten Advent alle vier brennen. Der Adventskranz wurde im 19. Jahrhundert von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern erfunden, der damit den Kindern in seinem Waisenhaus die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen wollte.
Ein weiterer Brauch ist der Adventskalender, der aus 24 kleinen Geschenken oder Süßigkeiten besteht, die hinter Türchen oder in Säckchen versteckt sind. Er soll die Vorfreude auf Weihnachten steigern und die Geduld fördern. Der Adventskalender hat ebenfalls seinen Ursprung im 19. Jahrhundert und wurde zunächst von protestantischen Familien praktiziert. Außerdem gibt es viele regionale und kulturelle Bräuche im Advent, wie zum Beispiel den Nikolaustag am 6. Dezember, den Barbaratag am 4. Dezember, den Lucia-Tag am 13. Dezember oder die verschiedenen Adventsmärkte, die zum Bummeln und Genießen einladen.
Der erste Advent ist also mehr als nur ein Datum im Kalender. Er ist der Auftakt zu einer besonderen Zeit, die uns auf das Fest der Liebe und des Friedens einstimmen soll.

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