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11. Januar 2008 – Todestag Edmund Hillary

Der Todestag von Edmund Hillary, der am 11. Januar 2008 im Alter von 88 Jahren starb, erinnert an einen Mann, der als erster den Gipfel des Mount Everest erreichte.

Der Todestag von Edmund Hillary, der am 11. Januar 2008 im Alter von 88 Jahren starb, erinnert an einen Mann, dessen Leben weit über eine einzelne spektakuläre Leistung hinausreichte. Hillary wurde 1919 in Auckland geboren und wuchs in Neuseeland auf, wo er früh die Berge für sich entdeckte. Was als Leidenschaft eines zurückhaltenden, körperlich eher schmächtigen jungen Mannes begann, entwickelte sich zu einer außergewöhnlichen Karriere als Bergsteiger, Entdecker und Humanist.

Weltweite Bekanntheit erlangte Edmund Hillary im Mai 1953, als er gemeinsam mit dem Sherpa Tenzing Norgay als erster Mensch nachweislich den Gipfel des Mount Everest erreichte. Dieser Erfolg markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Alpinismus und machte Hillary über Nacht zu einer internationalen Figur. Entscheidend für sein Selbstverständnis war jedoch, dass er diesen Triumph nie als rein persönliche Leistung betrachtete. Er betonte stets die Bedeutung der Teamarbeit und den unverzichtbaren Beitrag der Sherpas, deren Wissen und Ausdauer lange unterschätzt worden waren.

Nach der Everest-Besteigung nutzte Hillary seine Berühmtheit nicht zur Selbstinszenierung, sondern als Verpflichtung. Er engagierte sich intensiv für die Menschen im Himalaya und gründete Hilfsprojekte, die Schulen, Krankenstationen und Infrastruktur in entlegenen Regionen Nepals ermöglichten. Dieses langfristige Engagement prägte sein Wirken stärker als jede weitere Expedition. Für Hillary war der Berg kein Denkmal des eigenen Ruhms, sondern Ausgangspunkt für Verantwortung.

Auch jenseits des Himalaya suchte er neue Horizonte. In den folgenden Jahrzehnten nahm Hillary an Expeditionen in die Antarktis teil und gehörte zu den wenigen Menschen, die sowohl den höchsten Berg der Erde als auch den Südpol erreichten. Dennoch blieb er in seinem Auftreten bodenständig und distanziert gegenüber Heldenverehrung. Er verstand sich weniger als Abenteurer denn als jemand, der Möglichkeiten hatte und daraus Konsequenzen zog.

Edmund Hillary wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem geadelt und mit höchsten staatlichen Ehrungen versehen. Sein Vermächtnis liegt jedoch nicht allein in Rekorden und Titeln, sondern in der Verbindung von Entdeckergeist und sozialer Verantwortung. An seinem Todestag erinnert man sich an einen Mann, der zeigte, dass große Leistungen an Bedeutung gewinnen, wenn sie mit Haltung und Menschlichkeit verbunden sind.

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