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16. Januar 2026 – Tag der Erinnerung an die Prohibition

Am 16. Januar wird in den USA der Tag der Erinnerung an die Prohibition (Prohibition Remembrance Day) begangen.

Am 16. Januar wird in den USA der Tag der Erinnerung an die Prohibition (Prohibition Remembrance Day) begangen. An diesem Tag im Jahr 1919 wurde der 18. Zusatz zur Verfassung ratifiziert, der die Herstellung, den Transport und den Verkauf von alkoholischen Getränken im ganzen Land verbot. Die Prohibition dauerte 13 Jahre, bis sie 1933 durch den 21. Zusatz wieder aufgehoben wurde.

Die Prohibition war das Ergebnis einer langen Kampagne der Temperenzbewegung, die sich für die Abstinenz von Alkohol einsetzte. Die Bewegung war eng mit der Kirche verbunden und sah in Alkohol eine Quelle von moralischem und sozialem Verfall. Eine der wichtigsten Organisationen, die die Prohibition vorantrieb, war die Women’s Christian Temperance Union (W.C.T.U.), die glaubte, dass ein Verbot die Kinder, Frauen und Familien vor den negativen Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs schützen würde.

Doch die Prohibition veränderte die USA nicht so, wie die Befürworter es erhofft hatten. Im Gegenteil, sie führte zu einer Reihe von Konsequenzen und Problemen. Zum einen sank der Alkoholkonsum zwar zunächst, stieg aber bald wieder an, da die Menschen nach illegalen Wegen suchten, um an Alkohol zu gelangen. Geheime Bars, sogenannte Speakeasys, entstanden überall im Land, wo Männer und Frauen gemeinsam tranken. Schmuggler und Gangster wie Al Capone profitierten von dem lukrativen Schwarzmarkt und lieferten sich blutige Kämpfe mit der Polizei. Die Korruption und die Kriminalität nahmen zu.

Zum anderen hatte die Prohibition auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Qualität des Alkohols. Da die Produktion und der Handel nicht mehr reguliert waren, konnten die Konsumenten nicht sicher sein, was sie tranken. Oft war der Alkohol mit giftigen Substanzen gestreckt oder verunreinigt, was zu Vergiftungen, Erblindungen oder sogar zum Tod führen konnte. Die Hygiene und die Lebensmittelsicherheit litten ebenfalls unter dem Verbot.

Schließlich wuchs der Widerstand gegen die Prohibition in der Bevölkerung und in der Politik. Viele Menschen sahen das Verbot als einen Eingriff in ihre persönlichen Freiheiten und als eine Ursache für mehr Probleme als Lösungen. Die Wirtschaftskrise der 1930er Jahre verstärkte den Druck, die Prohibition aufzuheben, da der Staat dringend Steuereinnahmen aus dem Alkoholverkauf brauchte. Am 5. Dezember 1933 wurde der 21. Zusatz ratifiziert, der die Prohibition beendete.

Der Tag der Erinnerung an die Prohibition ist daher eine Gelegenheit, sich an diese spannende und lehrreiche Episode der amerikanischen Geschichte zu erinnern. Er regt zum Nachdenken über die Vor- und Nachteile von Drogenverboten an und fördert die Wertschätzung für die persönlichen Freiheiten.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Theodor_Fontane_Breitbach-gemeinfrei-crop: Gemeinfrei | Gemeinfrei

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