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24. Januar 2026 – Internationaler Tag der Bildung

Heute, am 24. Januar, ist der Internationale Tag der Bildung. Dieser Aktionstag wurde 2018 von der UNESCO eingeführt.

Heute, am 24. Januar, ist der Internationale Tag der Bildung. Dieser Aktionstag wurde 2018 von der UNESCO eingeführt, um auf die Bedeutung von Bildung für Frieden und Entwicklung aufmerksam zu machen. Das Motto für dieses Jahr ist: „Lernen für einen dauerhaften Frieden“.

Bildung ist ein Menschenrecht, das allen Menschen weltweit zusteht. So steht es seit 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR). Bildung soll die Persönlichkeitsentfaltung und die Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten fördern. Außerdem soll sie die Menschen befähigen, an der Gesellschaft teilzuhaben und zu ihrer Verbesserung beizutragen.

Leider ist dieses Recht noch immer nicht für alle Menschen verwirklicht. Laut dem Weltbildungsbericht 2023 der UNESCO haben rund 258 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Schulbildung. Davon sind besonders diejenigen betroffen, die in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, sowie in Konflikt- und Krisengebieten leben. Auch Mädchen und Frauen, Menschen mit Behinderungen und ethnische Minderheiten sind oft benachteiligt.

Diese Situation ist nicht nur ungerecht, sondern auch gefährlich. Denn ohne Bildung haben die Menschen weniger Chancen, ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu führen. Sie sind auch anfälliger für Armut, Krankheiten, Gewalt und Radikalisierung. Umgekehrt kann Bildung dazu beitragen, Konflikte zu vermeiden oder zu lösen, Vorurteile abzubauen, Toleranz und Dialog zu fördern und nachhaltige Lösungen für die globalen Herausforderungen zu finden.

Deshalb hat sich die Weltgemeinschaft zum Ziel gesetzt, bis 2030 die globale Bildungsagenda 2030 umzusetzen. Diese umfasst 17 Nachhaltigkeitsziele, die unter anderem eine hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung für alle Menschen weltweit und ein Leben lang sicherstellen sollen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung dieser Agenda und überwacht die Fortschritte der einzelnen Länder.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind jedoch noch große Anstrengungen notwendig. Die UNESCO schätzt, dass jährlich rund 40 Milliarden US-Dollar mehr für Bildung ausgegeben werden müssen, um die Bildungslücke zu schließen. Außerdem müssen die Bildungssysteme an die Bedürfnisse und Potenziale aller Lernenden angepasst werden, unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter, Herkunft, Sprache, Religion oder Status. Dazu gehören auch der Zugang zu digitalen Technologien, die Anerkennung von informellem und non-formalem Lernen, die Förderung von lebenslangem Lernen und die Qualifizierung von Lehrkräften.

Der Internationale Tag der Bildung ist daher eine Gelegenheit, um auf die Wichtigkeit von Bildung für alle aufmerksam zu machen, die Erfolge und Herausforderungen zu würdigen und die Verantwortung für die Umsetzung der Bildungsagenda 2030 zu bekräftigen. Jeder und jede von uns kann dazu beitragen, indem wir uns für Bildung einsetzen, uns selbst weiterbilden und andere zum Lernen ermutigen. Denn Bildung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine Voraussetzung für eine friedliche und nachhaltige Welt.

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