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3. Februar 2026 – St. Blasius-Tag

Der St. Blasius-Tag wird jedes Jahr am 3. Februar begangen. Er erinnert an Blasius von Sebaste, einen frühchristlichen Bischof und Märtyrer.

Der St. Blasius-Tag wird jedes Jahr am 3. Februar begangen. Er erinnert an Blasius von Sebaste, einen frühchristlichen Bischof und Märtyrer aus dem 4. Jahrhundert, dessen Verehrung sich bis heute vor allem im süddeutschen und alpenländischen Raum erhalten hat. Der Tag ist eng mit einem kirchlichen Segensritual verbunden, das sich über Jahrhunderte hinweg zu einem festen Bestandteil des religiösen Jahreslaufs entwickelt hat.

Blasius wirkte als Bischof in Sebaste, einer Stadt im damaligen Armenien, und lebte in einer Zeit, in der Christenverfolgungen noch zum Alltag gehörten. Über sein Leben sind nur wenige historisch gesicherte Fakten bekannt, doch die früh überlieferten Legenden prägten sein Nachwirken nachhaltig. Besonders bekannt ist die Erzählung, wonach Blasius ein Kind rettete, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Diese Begebenheit begründete seine Rolle als Schutzheiliger gegen Halskrankheiten und Beschwerden der Atemwege. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Licinius wurde Blasius gefangen genommen und schließlich hingerichtet. Sein Tod machte ihn zu einem der frühen Märtyrer, deren Verehrung sich rasch im gesamten christlichen Raum verbreitete.

Aus dieser Tradition entwickelte sich der sogenannte Blasiussegen, der bis heute am 3. Februar in vielen katholischen Kirchen gespendet wird. Dabei werden zwei gekreuzte Kerzen an den Hals der Gläubigen gehalten, begleitet von einem kurzen Segensspruch, der um Bewahrung vor Krankheiten bittet. Der Ritus ist schlicht und bewusst zurückhaltend gestaltet. Er versteht sich nicht als medizinische Maßnahme, sondern als symbolischer Zuspruch von Schutz und Stärkung. Gerade diese Schlichtheit trägt dazu bei, dass der Blasiussegen auch von Menschen angenommen wird, die sonst kaum religiöse Rituale pflegen.

Regional ist der St. Blasius-Tag unterschiedlich stark verankert. In Bayern, Österreich, der Schweiz und Teilen Italiens gehört er vielerorts noch selbstverständlich zum Kirchenjahr. In Italien ist der Heilige unter dem Namen San Biagio bekannt, dort sind neben kirchlichen Feiern auch volkstümliche Bräuche erhalten, die häufig mit Speisen oder Kerzen verbunden sind. Trotz dieser regionalen Unterschiede bleibt der Kern des Tages überall gleich. Es geht um Schutz, Fürsorge und die Hoffnung auf Gesundheit in einer Jahreszeit, die traditionell mit Erkältungen und körperlicher Schwäche verbunden ist.

KI-Bild: Daniela Niedermeier

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