Heute ist der 3. Februar, der Tag der vermissten Personen in den USA (National Missing Persons Day). Dieser Tag wurde im Jahr 2014 von Jo Ann Lowitzer ins Leben gerufen, deren Tochter Alexandria im Jahr 2010 spurlos verschwand. Seitdem setzt sie sich dafür ein, das Bewusstsein für die tausenden von vermissten Personen und ihre Angehörigen zu erhöhen.
Laut dem National Crime Information Center (NCIC) gab es im Jahr 2020 über 600.000 Fälle von vermissten Personen in den USA. Die meisten davon sind Kinder und Jugendliche, die von zu Hause weggelaufen sind, entführt wurden oder Opfer von Menschenhandel geworden sind. Viele dieser Fälle bleiben ungelöst und die Familien und Freunde leben in ständiger Ungewissheit und Angst.
Der Tag der vermissten Personen soll nicht nur die Aufmerksamkeit auf dieses Problem lenken, sondern auch die Hoffnung auf ein Wiederfinden stärken. An diesem Tag werden verschiedene Aktionen durchgeführt, wie zum Beispiel:
- Das Anzünden von Kerzen oder das Tragen von weißen Bändern als Zeichen der Solidarität
- Das Teilen von Fotos und Informationen von vermissten Personen in den sozialen Medien oder auf Plakaten
- Das Organisieren von Gedenkveranstaltungen oder Spendenaktionen für Organisationen, die sich um vermisste Personen kümmern
- Das Anbieten von Unterstützung und Trost für die Hinterbliebenen
Der Tag der vermissten Personen ist also mehr als nur ein Datum im Kalender. Es ist eine Gelegenheit, sich an die Vermissten zu erinnern, ihnen eine Stimme zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Es ist auch eine Gelegenheit, sich für die Prävention und Aufklärung von Vermisstenfällen einzusetzen und die Zusammenarbeit zwischen den Behörden, den Medien und der Öffentlichkeit zu fördern.

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