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9. Februar 1982 – Trio veröffentlicht „Da Da Da“

Am 9. Februar 1982 veröffentlichte die Band Trio ihr wohl bekanntestes Lied: “Da Da Da (Ich lieb' dich nicht, du liebst mich nicht)”.

Am 9. Februar 1982 veröffentlichte die deutsche Band Trio ihr Lied „Da Da Da (Ich lieb’ dich nicht, du liebst mich nicht)“ und landete damit einen der größten Hits der Neuen Deutschen Welle. Das simple, aber eingängige Stück wurde zu einem internationalen Erfolg und gilt bis heute als ein Meilenstein der minimalistischen Popmusik. Doch wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Song, und welche Spuren hinterließ Trio in der Musikwelt?

Die Band Trio wurde 1980 in Großenkneten, einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen, von Stephan Remmler (Gesang), Gert „Kralle“ Krawinkel (Gitarre) und Peter Behrens (Schlagzeug) gegründet. Die drei Musiker wollten bewusst mit den etablierten Rock- und Popkonventionen brechen. Ihr Stil war reduziert auf das Wesentliche; keine ausladenden Gitarrensoli, kein bombastischer Sound. Stattdessen setzten sie auf minimalistische Arrangements, trockene Beats und ironische Texte.

„Da Da Da“ entstand im Proberaum der Band und war zunächst nicht als großer Hit gedacht. Der Song basiert auf einem simplen Rhythmus aus einer Casio-Keyboard-Begleitautomatik und wenigen, sich ständig wiederholenden Textzeilen. Diese radikale Einfachheit, gepaart mit Stephan Remmlers monotonem Gesang, traf jedoch den Nerv der Zeit.

Anfang der 1980er-Jahre erreichte die Neue Deutsche Welle (NDW) ihren Höhepunkt. Was zunächst als Undergroundbewegung in kleineren Clubs begann, wurde schnell zum Massenphänomen. Bands wie Ideal, Fehlfarben oder Nena brachten frischen Wind in die deutschsprachige Musikszene. Trio stach jedoch selbst in diesem experimentellen Umfeld heraus; sie verzichteten auf überproduzierte Songs und setzten ganz auf Minimalismus und Ironie.

„Da Da Da“ wurde ein Überraschungserfolg. Der Song erreichte Platz zwei der deutschen Charts und wurde in 30 Ländern veröffentlicht. Vor allem in Großbritannien, den USA und Kanada war er ein Hit. Trio trat sogar in der legendären britischen Musiksendung „Top of the Pops“ auf, was deutschen Künstlern zu jener Zeit nur selten gelang.

  • Stephan Remmler war das Gesicht und die Stimme von Trio. Nach der Auflösung der Band 1986 startete er eine erfolgreiche Solokarriere. Seine bekanntesten Solohits sind „Keine Sterne in Athen“ und „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“. In den 1990er-Jahren zog er sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück.
  • Gert „Kralle“ Krawinkel, der Gitarrist, blieb der Musik treu und arbeitete mit verschiedenen Künstlern zusammen. Er starb 2014 nach schwerer Krankheit.
  • Peter Behrens, der exzentrische Schlagzeuger mit der markanten Glatze und dem Clownsgesicht, sorgte für viele visuelle Akzente. Nach der Trennung der Band geriet sein Leben zeitweise aus der Bahn, bevor er in den 2000er-Jahren ein kleines Comeback feierte. Er starb 2016.

„Da Da Da“ ist bis heute ein Popkultur-Phänomen. Der Song wurde in zahlreichen Werbespots und Filmen verwendet; vom Levi’s-Werbespot in den 1990ern bis hin zu Hollywood-Produktionen. Auch junge Musiker berufen sich immer wieder auf Trio als Inspiration für einen minimalistischen Stil. Die Band gilt als Vorreiter des DIY-Geists und Wegbereiter für Künstler, die bewusst mit Konventionen brechen wollen.

In der deutschen Musiklandschaft ist Trio ein Symbol für Mut zur Reduktion und dafür, dass es nicht immer große Produktionen braucht, um weltweit Erfolg zu haben. Die ironische Distanz und der minimalistische Stil von „Da Da Da“ wirken bis heute nach und machen den Song zu einem zeitlosen Klassiker.

Was am 9. Februar 1982 als kleines Experiment begann, wurde zu einem weltweiten Erfolg. Trio und ihr Hit „Da Da Da“ haben bewiesen, dass Einfachheit manchmal die größte Stärke sein kann. Auch mehr als 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung bleibt der Song unvergessen; eine Hymne der Neuen Deutschen Welle und ein Stück deutscher Musikgeschichte.

Bild: Matthias Klein --Havelbaude | CC BY-SA 3.0 Unported
Bild: Matthias Klein –Havelbaude – Lizenz: CC BY-SA 3.0

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