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9. Februar 2026 – Internationaler Epilepsie-Tag

Der Internationale Epilepsie-Tag (International Epilepsy Day) wird jedes Jahr am zweiten Montag im Februar begangen.

Der Internationale Epilepsie-Tag (International Epilepsy Day) wird jedes Jahr am zweiten Montag im Februar begangen. Er ist ein weltweiter Aktionstag, der das Ziel verfolgt, Wissen über Epilepsie zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die Lebensrealität der Betroffenen sichtbar zu machen. Ins Leben gerufen wurde der Tag im Jahr 2015 durch das International Bureau for Epilepsy und die International League Against Epilepsy, zwei Organisationen, die seit Jahrzehnten international in Forschung, Versorgung und Interessenvertretung aktiv sind.

Epilepsie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Nach Schätzungen der World Health Organization leben rund 50 Millionen Menschen mit dieser Diagnose. Epilepsie ist dabei keine einheitliche Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche neurologische Störungen, deren gemeinsames Merkmal wiederkehrende epileptische Anfälle sind. Diese Anfälle entstehen durch vorübergehende Fehlfunktionen der elektrischen Aktivität im Gehirn und können sich sehr unterschiedlich äußern, von kurzen Bewusstseinsstörungen bis hin zu ausgeprägten Krampfanfällen. Trotz moderner Behandlungsmöglichkeiten hält sich in vielen Gesellschaften noch immer ein verzerrtes Bild von Epilepsie, das von Angst, Unsicherheit oder falschen Annahmen geprägt ist.

Der Internationale Epilepsie-Tag setzt genau an diesem Punkt an. Er soll dazu beitragen, sachliche Informationen zugänglich zu machen und zu zeigen, dass Epilepsie in den meisten Fällen gut behandelbar ist. Etwa zwei Drittel der Betroffenen können mit Medikamenten anfallsfrei oder deutlich anfallsreduziert leben. Dennoch haben viele Menschen mit Epilepsie weiterhin mit Einschränkungen zu kämpfen, die weniger medizinischer als vielmehr gesellschaftlicher Natur sind. Dazu zählen Benachteiligungen im Bildungsbereich, Schwierigkeiten im Berufsleben oder eine unzureichende soziale Akzeptanz. Der Aktionstag macht deutlich, dass Aufklärung nicht nur eine Frage der Medizin, sondern auch der gesellschaftlichen Verantwortung ist.

Ein weiterer Schwerpunkt des Internationalen Epilepsie-Tages liegt auf dem richtigen Umgang mit epileptischen Anfällen. Fehlverhalten aus Unwissenheit kann für Betroffene gefährlich sein, während einfache Maßnahmen wie Ruhe bewahren, Verletzungen vermeiden und Hilfe organisieren oft ausreichend sind. Indem der Tag grundlegende Kenntnisse vermittelt, trägt er dazu bei, Ängste abzubauen und Sicherheit im Alltag zu schaffen. Gleichzeitig lenkt er den Blick auf die Bedeutung einer guten medizinischen Versorgung, insbesondere in Ländern, in denen der Zugang zu Diagnostik und Therapie eingeschränkt ist.

Weltweit wird der Internationale Epilepsie-Tag von Informationskampagnen, öffentlichen Veranstaltungen und symbolischen Aktionen begleitet. Die Farbe Lila hat sich dabei international als Zeichen der Solidarität mit Menschen mit Epilepsie etabliert. Öffentliche Gebäude, soziale Medien und Aufklärungsangebote greifen diese Symbolik auf und machen das Thema sichtbar. Der Aktionstag verbindet damit medizinische Aufklärung, gesellschaftliches Engagement und politische Aufmerksamkeit.

Der Internationale Epilepsie-Tag im Februar steht somit für einen globalen Ansatz, Epilepsie nicht als Randthema zu behandeln, sondern als das, was sie ist: eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die Wissen, Verständnis und eine sachliche öffentliche Auseinandersetzung erfordert. Indem er Fakten vermittelt und Betroffenen eine Stimme gibt, leistet der Tag einen wichtigen Beitrag zu mehr Akzeptanz und zu einer realistischeren Wahrnehmung von Epilepsie weltweit.

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  • Zugunglück Bad Aibling shutterstock_377643049 crop: Shutterstock | Shutterstock
  • Zugunglueck_von_Aitrang_Bergungsarbeiten_Triebwagen-Laplace-CH-CC4-crop: Laplace CH | CC BY-SA 4.0 International

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