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10. Februar 1823 – Erster Rosenmontagszug in Köln

Am 10. Februar 1823 fand in Köln der erste Rosenmontagszug statt. Damals war es eine satirische Aktion von Bürgern, die sich über die preußische Herrschaft lustig machten.

Am 10. Februar 1823 fand in Köln der erste Rosenmontagszug statt. Damals war es eine satirische Aktion von Bürgern, die sich über die preußische Herrschaft lustig machten. Sie bildeten einen Festzug mit einem Helden Carneval als Symbol der Freiheit und Fröhlichkeit. Der Zug war bunt und kreativ gestaltet, mit verschiedenen Figuren wie dem Bellengeck, dem Hanswurst oder der Venetia.

Seitdem hat sich der Rosenmontagszug zu einem der größten und bekanntesten Karnevalsumzüge in Deutschland entwickelt. Er ist der Höhepunkt des Kölner Karnevals, der jedes Jahr Millionen von Menschen anlockt. Der Zug besteht aus kostümierten Fußgruppen, Musikkapellen, Reitern, Festwagen und Unterstützungsfahrzeugen. Er hat eine Länge von etwa acht Kilometern und zieht durch die Kölner Innenstadt. Die Jecken am Straßenrand versuchen, etwas von dem Wurfmaterial zu erhaschen, das aus Süßigkeiten, Blumen, Stoffpuppen und anderen Präsenten besteht.

Der Rosenmontagszug ist nicht nur ein Spektakel, sondern auch eine Bühne für politischen und gesellschaftlichen Humor. Die Festwagen nehmen aktuelle Themen aufs Korn, oft mit spitzer Zunge und scharfem Witz. Dabei werden sowohl lokale als auch globale Ereignisse kommentiert, von der Kölner Politik über die Bundesregierung bis hin zu internationalen Konflikten. Der Zug ist somit ein Spiegelbild der Zeitgeschichte, das die Meinung und Stimmung der Kölner Bevölkerung widerspiegelt.

Der Rosenmontagszug hat aber auch viele Herausforderungen und Veränderungen erlebt. Er wurde mehrmals abgesagt oder eingeschränkt, etwa wegen Kriegen, Seuchen, Unfällen oder Demonstrationen. Er musste sich an neue Sicherheits- und Umweltvorschriften anpassen, etwa durch den Einsatz von Bio-Kamelle oder die Reduzierung von Lärm und Abgasen. Er musste sich auch der wachsenden Vielfalt und Internationalität der Stadt öffnen, etwa durch die Integration von Gruppen aus anderen Kulturen oder die Förderung von Toleranz und Inklusion.

Der Rosenmontagszug ist also ein lebendiger und wandelbarer Brauch, der sich immer wieder neu erfindet. Er ist ein Ausdruck der kölschen Lebensfreude, die sich von nichts unterkriegen lässt. Er ist ein Zeichen der kölschen Identität, die sich von niemandem bevormunden lässt. Er ist ein Symbol der kölschen Solidarität, die sich für alle einsetzt.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Stop Hate Schild – Canva: Canva | Canva
  • Helmut Kohl – Mme Tussauds Berlin: ' | Werner Niedermeier
  • Pony Express Briefmarke – Canva: Canva | Canva
  • Dirigent mit Orchester spielt Filmmusik KI wn: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier

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