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11. Februar 2026 – Tag der Besuche bei isoliert-lebenden Menschen

Der Tag der Besuche bei isoliert-lebenden Menschen (National Shut-In Visitation Day) findet jedes Jahr am 11. Februar statt.

Der Tag der Besuche bei isoliert-lebenden Menschen (National Shut-In Visitation Day) findet jedes Jahr am 11. Februar statt. Er wurde 1979 vom amerikanischen Pastor Worth C. Grant ins Leben gerufen. Sein Anliegen war es, auf Menschen aufmerksam zu machen, die aufgrund von Krankheit, Alter oder körperlichen Einschränkungen weitgehend an ihre Wohnung gebunden sind und dadurch häufig unter sozialer Isolation leiden.

Der englische Begriff shut-in beschreibt Personen, die ihr Zuhause über längere Zeit nicht verlassen können. Dabei handelt es sich vor allem um ältere Menschen, chronisch Kranke oder Menschen mit schweren Mobilitätseinschränkungen. Der Aktionstag soll Angehörige, Nachbarn, Gemeinden und soziale Gruppen dazu ermutigen, bewusst Kontakt aufzunehmen. Grant wählte den 11. Februar nicht zufällig. Es ist der Geburtstag des politischen Denkers Thomas Paine, der sich für gesellschaftliche Verantwortung und bürgerschaftliches Engagement einsetzte.

Im Mittelpunkt des Tages steht keine große Veranstaltung, sondern eine einfache Geste. Ein persönlicher Besuch, ein Gespräch, gemeinsames Lesen oder auch nur ein Telefonat können für Menschen, die nur selten soziale Kontakte erleben, eine spürbare Bedeutung haben. Untersuchungen aus den Vereinigten Staaten zeigen seit Jahren, dass anhaltende Einsamkeit gesundheitliche Folgen haben kann. Dazu zählen ein erhöhtes Risiko für Depressionen, Herz Kreislauf Erkrankungen und kognitive Einschränkungen. Vergleichbare Befunde werden auch in europäischen Ländern beobachtet, da die Bevölkerungen altern und familiäre Strukturen sich verändern.

Kirchengemeinden, ehrenamtliche Besuchsdienste und soziale Organisationen greifen den 11. Februar regelmäßig auf, um ihre Arbeit sichtbar zu machen oder neue Helfer zu gewinnen. Dabei geht es nicht um symbolische Gesten, sondern um kontinuierliche Beziehungspflege. Der Aktionstag erinnert daran, dass soziale Nähe nicht selbstverständlich entsteht. Sie muss gesucht und gepflegt werden.

Auch in Deutschland gewinnt das Thema Einsamkeit zunehmend an Aufmerksamkeit. Millionen Menschen leben allein, viele von ihnen im höheren Lebensalter. Besuchsdienste von Wohlfahrtsverbänden, Nachbarschaftsinitiativen und kommunale Projekte verfolgen ähnliche Ziele wie dieser amerikanische Aktionstag. Der 11. Februar steht somit exemplarisch für eine einfache, aber wirkungsvolle Form gesellschaftlicher Verantwortung: den direkten Kontakt zu Menschen, die sonst leicht übersehen werden.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Thomas Edison: Gemeinfrei | Gemeinfrei

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