Der Tag der weißen Hemden (White Shirt Day), der jedes Jahr am 11. Februar gefeiert wird, ist ein besonderer Tag, der die Einheit und Stärke der Arbeiter, besonders in der Automobilindustrie, ehrt. Er erinnert an den Flint-Sitzstreik, ein entscheidendes Ereignis in der Geschichte der Arbeiterbewegung, bei dem die Arbeiter Solidarität zeigten und bessere Arbeitsbedingungen forderten.
Der Flint-Sitzstreik fand im Jahr 1936-1937 statt, als die Arbeiter von General Motors in Flint, Michigan, sich weigerten, die Fabrik zu verlassen, bis ihre Forderungen erfüllt wurden. Sie protestierten gegen niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten, schlechte Sicherheitsvorkehrungen und die Unterdrückung ihrer Gewerkschaft, der United Automobile Workers (UAW). Der Streik dauerte 44 Tage und endete mit einem Sieg für die Arbeiter, die eine Lohnerhöhung, eine Verkürzung der Arbeitszeit, eine Anerkennung ihrer Gewerkschaft und eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen erhielten.
Der Tag der weißen Hemden wurde zum ersten Mal im Jahr 1948 von Walter Reuther, dem damaligen Präsidenten der UAW, ausgerufen. Er forderte die Arbeiter auf, ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse zu tragen, um zu zeigen, dass sie genauso sauber und würdig sind wie ihre Chefs. Das weiße Kleidungsstück stand hier symbolisch als Ausdruck des Kampfes für gerechtere Arbeitsbedingungen. Reuther sagte: „Das Tragen eines weißen Hemdes bedeutet nicht, dass Sie besser sind als jemand anderes, sondern dass Sie genauso gut sind wie jemand anderes.“
Der Tag ist heute noch relevant, da er uns an die Bedeutung der Arbeiterrechte und der Gewerkschaften erinnert. Er inspiriert uns, für unsere Werte und Interessen einzustehen und uns mit unseren Kollegen zu solidarisieren. Er würdigt auch die Leistungen und den Beitrag der Arbeiter, die die Automobilindustrie und die Wirtschaft voranbringen.

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