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12. Februar 1884 – Patent auf den ersten Füllfederhalter

Am 12. Februar 1884 erhielt der amerikanische Erfinder Lewis Waterman das Patent für den ersten Füllfederhalter.

Am 12. Februar 1884 erhielt der amerikanische Erfinder Lewis Waterman das Patent für den ersten Füllfederhalter, der eine revolutionäre Verbesserung gegenüber den bisherigen Schreibgeräten darstellte. Der Füllfederhalter war das Ergebnis von Watermans Bemühungen, einen Stift zu entwickeln, der nicht tropfte, nicht auslief und einen gleichmäßigen Tintenfluss ermöglichte. Er nutzte das Prinzip der Kapillarwirkung, um die Tinte aus einem Reservoir im Stiftkörper durch eine feine Metallspitze auf das Papier zu bringen.

Der Füllfederhalter war ein großer Erfolg und wurde bald zu einem beliebten und prestigeträchtigen Schreibinstrument. Er ermöglichte es den Menschen, schneller, sauberer und länger zu schreiben, ohne ständig die Tinte nachfüllen oder die Feder wechseln zu müssen. Er wurde zum Symbol für Bildung, Kultur und Fortschritt. Viele berühmte Persönlichkeiten, wie Schriftsteller, Politiker und Wissenschaftler, benutzten Füllfederhalter, um ihre Werke, Reden und Entdeckungen zu verfassen.

Auch heute noch hat der Füllfederhalter seinen Platz in der Welt der Schreibkunst. Obwohl er von moderneren Schreibgeräten, wie Kugelschreibern, Bleistiften oder Computern, teilweise verdrängt wurde, wird er immer noch von vielen Menschen geschätzt, die das Gefühl und die Ästhetik des Füllfederhalters genießen. Er wird oft als Geschenk, Sammlerstück oder Statussymbol verwendet. Er ist auch ein Zeichen für Individualität, da jeder Füllfederhalter eine einzigartige Schreibspur hinterlässt, die von der Form, Größe und Neigung der Feder, dem Druck und der Geschwindigkeit des Schreibens und der Art der Tinte abhängt.

Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder hat der Füllfederhalter einen besonderen Wert. Lernen Kinder mit dem Füllhalter schreiben, erwerben sie eine ganz besondere Schreibkompetenz. Diese wirkt sich nicht nur auf die Feinmotorik der Hände, sondern auch auf das Gedächtnis aus. Je sicherer die Feder über das Papier gleitet, desto sauberer werden die Buchstaben. Die Schreibschrift, die mit dem Füllfederhalter geübt wird, fördert zudem die Konzentration, die Kreativität und die Ausdrucksfähigkeit der Kinder. In manchen Schulen können die Kinder sogar einen „Füller-Führerschein“ machen, um ihre Schreibfertigkeit zu beweisen. Der Füllfederhalter ist also nicht nur ein Schreibgerät, sondern auch ein Lerninstrument, das die kindliche Entwicklung positiv beeinflusst.

Der Füllfederhalter ist somit mehr als nur ein Schreibgerät. Er ist ein Stück Geschichte, Kunst und Kultur, das uns mit den Generationen vor uns verbindet und uns inspiriert, unsere eigenen Spuren zu hinterlassen.

Deutschland gilt seit dem späten 19. Jahrhundert als eines der Zentren der Füllfederhalterproduktion; Namen wie Montblanc, Pelikan, Faber-Castell, Lamy und Kaweco stehen bis heute für hochwertige Schreibgeräte „Made in Germany“. Als eine der frühesten deutschen Marken im Bereich moderner Füllhalter gilt Soennecken, gegründet 1875 in Bonn; das Unternehmen begann in den 1880er Jahren mit der Herstellung eigener Füllfederhalter und ließ sich 1879 die sogenannte Rundschriftfeder patentieren, die durch ihren gleichmäßigen Strich die damals verbreitete deutsche Kurrentschrift erleichterte.

Zu den spektakulärsten Luxusmodellen der Gegenwart zählt der 2006 vorgestellte „Mystery Masterpiece“ von Montblanc in Kooperation mit Van Cleef & Arpels, dessen Preis je nach Ausführung bei mehreren Hunderttausend US-Dollar lag; er ist mit zahlreichen Diamanten besetzt und aus Weißgold gefertigt, wobei in der internationalen Sammlerszene auch noch teurere Einzelstücke anderer Hersteller dokumentiert sind. Aktuellere repräsentative Umfragen zum Besitz von Füllfederhaltern in Deutschland liegen nicht flächendeckend vor; Marktforschungsdaten aus den vergangenen Jahren zeigen jedoch, dass Füller vor allem im Schulbereich weiterhin verbreitet sind, während im Erwachsenenalltag Kugelschreiber dominieren; bei Markenpräferenzen werden regelmäßig Lamy, Pelikan und Faber-Castell genannt, was die anhaltende Bedeutung deutscher Hersteller im internationalen Wettbewerb unterstreicht.

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