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17. Februar 2026 – Faschingsdienstag

Der Faschingsdienstag, auch bekannt als Karnevalsdienstag, Fastnachtsdienstag oder Veilchendienstag, ist der letzte Tag der närrischen Zeit vor der Fastenzeit.

Der Faschingsdienstag markiert im deutschsprachigen Raum den letzten Höhepunkt der närrischen Zeit unmittelbar vor dem Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. Er bildet den Abschluss einer Festperiode, die je nach Region als Fasching, Fastnacht oder Karneval bezeichnet wird und deren Wurzeln bis in das Mittelalter zurückreichen. Schon im 12. und 13. Jahrhundert sind vorösterliche Ausgelassenheit, Maskierungen und lärmende Umzüge belegt. Sie standen in engem Zusammenhang mit der kirchlichen Ordnung des Jahres, denn vor der vierzigtägigen Bußzeit sollte noch einmal gefeiert, gegessen und getrunken werden.

Der Name des Tages erklärt sich aus dieser Funktion als letzter Tag vor der Entbehrung. In vielen Gegenden galt er als Gelegenheit, verderbliche Vorräte aufzubrauchen, vor allem Fett, Eier und Milch. Daraus entstanden bis heute verbreitete Speisen wie Krapfen, Küchle oder Pfannkuchen. Parallel entwickelte sich eine soziale Funktion des Maskierens. Durch das Verkleiden wurden Standesunterschiede symbolisch aufgehoben, Kritik an Obrigkeit und gesellschaftlichen Zuständen konnte in humorvoller Form geäußert werden. Narrenfiguren, Schellen und laute Musik sollten zugleich den Winter vertreiben, ein Brauch, der vermutlich noch auf vorchristliche Frühlingsrituale zurückgeht.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich der Fasching zunehmend zu einem organisierten Volksfest. Vereine entstanden, Umzüge wurden geplant, feste Figuren und Rituale etablierten sich. Besonders im Rheinland und in Teilen Süddeutschlands entwickelte sich der Faschingsdienstag zu einem Tag der Straßenfeiern, Kinderumzüge und Maskenbälle. Schulen veranstalteten eigene Feiern, Betriebe verkürzten die Arbeitszeit, und vielerorts gehörte das gemeinsame Ausklingen der Saison zum festen Jahreslauf.

Bis heute hat der Faschingsdienstag eine doppelte Bedeutung behalten. Einerseits steht er für ausgelassene Gemeinschaft und Tradition. Besonders für Kinder ist er oft der wichtigste Tag des Karnevals, weil Schulfeiern, Kostümwettbewerbe und Süßigkeiten im Mittelpunkt stehen. Andererseits markiert er bewusst den Übergang zu einer ruhigeren Zeit. Mit dem Verbrennen oder Begraben symbolischer Narrenfiguren endet die Phase der Ausgelassenheit, und der Aschermittwoch setzt einen klaren Schnitt im Jahresrhythmus.

Auch in einer zunehmend säkularen Gesellschaft erfüllt der Tag weiterhin eine kulturelle Funktion. Er strukturiert das Jahr, verbindet Generationen durch gemeinsame Bräuche und erlaubt für kurze Zeit eine spielerische Umkehr gesellschaftlicher Rollen. Der Faschingsdienstag ist damit nicht nur ein folkloristischer Rest vergangener Frömmigkeit, sondern ein lebendiges Ritual kollektiver Erleichterung vor dem Neubeginn des Frühlings.

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