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18. Februar 2026 – Tag der mit Krabben gefüllten Flunder

Der Tag der mit Krabben gefüllten Flunder (National Crab Stuffed Flounder Day) wird jedes Jahr am 18. Februar begangen und gehört zu jenen kulinarischen Aktionstagen aus den Vereinigten Staaten, die Ausdruck regionaler Esskultur sind.

Der Tag der mit Krabben gefüllten Flunder (National Crab Stuffed Flounder Day) wird jedes Jahr am 18. Februar begangen und gehört zu jenen kulinarischen Aktionstagen aus den Vereinigten Staaten, die weniger eine offizielle Institution als vielmehr Ausdruck regionaler Esskultur sind. Im Mittelpunkt steht ein Gericht, das besonders mit der amerikanischen Ostküste verbunden ist, vor allem mit den Bundesstaaten Maryland und Virginia an der Chesapeake Bay, einer Region, die seit Jahrhunderten für ihren reichen Krabbenfang bekannt ist.

Bei der mit Krabben gefüllten Flunder handelt es sich um ein klassisches Fischgericht der Küstenküche. Eine ausgelöste Flunder wird dabei mit einer würzigen Farce aus Krabbenfleisch gefüllt, meist aus Blaukrabben, Semmelbröseln, Ei, Kräutern und Gewürzen. Häufig kommt auch eine regionale Gewürzmischung zum Einsatz, die den charakteristischen Geschmack der Chesapeake-Küche prägt. Anschließend wird der Fisch zusammengerollt oder zusammengeklappt und im Ofen gebacken, manchmal zusätzlich mit Butter oder Zitronensaft beträufelt. Das Ergebnis ist eine Kombination aus sehr mildem, festem Fischfleisch und aromatischer, leicht süßlicher Meeresfruchtfüllung, die in vielen Küstenrestaurants als klassisches Festtagsgericht gilt.

Seine Wurzeln reichen bis in das 18. und 19. Jahrhundert zurück, als europäische Siedler ihre traditionellen Fischfüllungen aus der Alten Welt mit den reichlich vorhandenen amerikanischen Krabben kombinierten. Besonders deutsche und französische Einflüsse spielten eine Rolle, denn gefüllter Fisch war in vielen Regionen Europas bereits bekannt. In Nordamerika entstand daraus eine eigenständige Variante, die sich eng an die lokale Verfügbarkeit von Blaukrabben anpasste. Mit dem Aufschwung der Fischrestaurants entlang der Atlantikküste im späten 19. Jahrhundert wurde das Gericht zunehmend populär und entwickelte sich zu einer festen Größe der regionalen Speisekarten.

Im 20. Jahrhundert gelangte die mit Krabben gefüllte Flunder schließlich über die Küstenregion hinaus in die gehobene amerikanische Restaurantküche. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren tauchte sie häufig in Kochbüchern auf, die die sogenannte Seafood-Cuisine der Ostküste im ganzen Land verbreiteten. Der Aktionstag selbst ist vermutlich im Umfeld gastronomischer Marketingkampagnen entstanden, die regionale Spezialitäten stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken sollten.

Bis heute steht das Gericht exemplarisch für eine Küche, die stark von regionalen Gewässern geprägt ist. Während andere Meeresfrüchtegerichte stark variiert werden, gilt die Kombination aus Flunder und Krabben an der amerikanischen Ostküste als nahezu klassisch. Der jährliche Gedenktag erinnert weniger an eine einzelne historische Begebenheit als vielmehr an die Bedeutung lokaler Fangtraditionen und an eine kulinarische Verbindung von europäischer Kochtechnik und amerikanischen Zutaten, die über Generationen hinweg weitergegeben wurde.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
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