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26. Februar 1920 – Erster deutscher expressionistischer Film

Mehr als 100 Jahre "Das Cabinet des Dr. Caligari": Wie der erste deutsche Expressionist Film die Kinogeschichte prägte.

Am 26. Februar 1920 wurde in Berlin der erste deutsche expressionistische Film „Das Cabinet des Dr. Caligari“ uraufgeführt. Der Film, der von Robert Wiene inszeniert und von Carl Mayer und Hans Janowitz geschrieben wurde, gilt als Meisterwerk des Stummfilms und als Wegbereiter des Horror- und Psychothrillergenres.

Der Film erzählt die Geschichte des mysteriösen Dr. Caligari, der auf einem Jahrmarkt ein schlafwandlerisches Medium namens Cesare vorführt, das angeblich die Zukunft vorhersagen kann. Als eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, verdächtigt der junge Francis Caligari und Cesare, die Täter zu sein. Doch die Wahrheit ist noch viel schockierender und verwirrender, als Francis ahnt.

„Das Cabinet des Dr. Caligari“ zeichnet sich durch seine expressionistische Ästhetik aus, die sich in den schiefen und verzerrten Kulissen, den kontrastreichen Licht- und Schatteneffekten und den grotesken Kostümen und Schminke widerspiegelt. Der Film spiegelt die politische und soziale Unruhe im Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg wider und thematisiert Themen wie Autorität, Wahnsinn, Manipulation und Identität.

Der Film war sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum ein großer Erfolg und beeinflusste zahlreiche Filmemacher in Deutschland und im Ausland. Zu den bekanntesten Nachfolgern des deutschen Expressionismus gehören Filme wie „Nosferatu“, „Metropolis“, „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ und „Der blaue Engel“. Auch in Hollywood hinterließ der Film seine Spuren, vor allem in den Werken von Alfred Hitchcock, Orson Welles, Tim Burton und Christopher Nolan.

Auch heute noch gilt „Das Cabinet des Dr. Caligari“ als einer der wichtigsten und innovativsten Filme der Kinogeschichte. Der Film wurde mehrfach restauriert, digitalisiert und neu vertont und ist in verschiedenen Medien und Formaten zugänglich. Der Film wird immer wieder analysiert, interpretiert und zitiert und inspiriert weiterhin neue Generationen von Filmfans und Filmemachern.

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