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3. März 1986 – Erstausstrahlung der Serie „Matlock“

Am 3. März 1986 lief in den USA die erste Folge von „Matlock“ im Programm des Senders NBC; in Deutschland startete die Serie am 5. Januar 1988 im ZDF.

Am 3. März 1986 lief in den USA die erste Folge von „Matlock“ im Programm des Senders NBC; in Deutschland startete die Serie am 5. Januar 1988 im ZDF. Im Mittelpunkt stand der Strafverteidiger Ben Matlock aus Atlanta, ein Anwalt mit unscheinbarer Erscheinung, aber scharfem Verstand und einem feinen Gespür für Widersprüche in scheinbar klaren Beweislagen. Schon der Auftakt wurde als abendfüllender Pilotfilm ausgestrahlt. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Reihe zu einem festen Bestandteil des amerikanischen Fernsehprogramms.

Erfunden wurde die Serie von Dean Hargrove. Ihr Erfolgsrezept lag in der Verbindung von klassischem Gerichtsdrama und kriminalistischem Rätsel. Anders als viele spätere Formate setzte „Matlock“ weniger auf spektakuläre Action als auf das sorgfältige Freilegen von Motiven, Alibis und verborgenen Interessen. Über neun Staffeln hinweg entstanden 193 Folgen. Nach sechs Jahren bei NBC wechselte die Serie zu ABC und lief dort bis 1995. Trotz wachsender Konkurrenz durch neue, härtere Crime-Formate blieb „Matlock“ seinem ruhigen, dialogorientierten Stil treu.

Untrennbar mit der Serie verbunden ist der Schauspieler Andy Griffith. Er wurde am 1. Juni 1926 in Mount Airy, North Carolina, geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Bekannt wurde er zunächst als Komiker und Entertainer. Eine frühe Aufnahme seines humorvollen Monologs „What It Was, Was Football“ machte ihn in den fünfziger Jahren landesweit populär. Am Broadway feierte er mit dem Stück „No Time for Sergeants“ Erfolge, später beeindruckte er im Film „A Face in the Crowd“ mit einer ungewöhnlich düsteren Rolle. Seinen größten Fernsehruhm erlangte er jedoch in den sechziger Jahren als Sheriff Andy Taylor in „The Andy Griffith Show“, einer Serie, die in den USA Kultstatus erreichte.

Mit „Matlock“ kehrte Griffith in den achtziger Jahren als gereifter Darsteller ins Zentrum einer erfolgreichen Produktion zurück. Seine Darstellung des erfahrenen Anwalts, der mit ruhiger Stimme und scheinbar beiläufigen Fragen die Wahrheit ans Licht bringt, prägte das Bild der Serie entscheidend. Griffith starb am 3. Juli 2012 im Alter von 86 Jahren in North Carolina. Sein Werk wirkt bis heute nach, nicht zuletzt durch die anhaltende Popularität von „Matlock“.

Dass der Stoff weiterhin Anziehungskraft besitzt, zeigt eine neue Version der Serie, die 2024 in den USA an den Start ging. Sie greift den bekannten Namen auf, interpretiert Figur und Umfeld jedoch zeitgemäß neu. Damit wird ein Format, das in den achtziger Jahren für klassische Fernsehunterhaltung stand, in die Gegenwart überführt. Die Grundidee bleibt dabei erhalten: Im Gerichtssaal entscheidet nicht Lautstärke, sondern das genaue Hinsehen und die geduldige Suche nach der Wahrheit.

Bild: Gemeinfrei | Gemeinfrei
President George W. Bush presents the Presidential Medal of Freedom to actor Andy Griffith, Wednesday, Nov. 9, 2005, during ceremonies in the East Room of the White House. Photo by Paul Morse, Courtesy of the George W. Bush Presidential Library and Museum

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