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5. März 2026 – Tag der dissoziativen Identitätsstörung

Heute, am 5. März, ist der Tag der dissoziativen Identitätsstörung (DID), der das Bewusstsein für diese oft missverstandene und stigmatisierte psychische Erkrankung schärfen soll.

Heute, am 5. März, ist der Tag der dissoziativen Identitätsstörung (DID), der das Bewusstsein für diese oft missverstandene und stigmatisierte psychische Erkrankung schärfen soll.

DID ist eine psychische Erkrankung, bei der eine Person das Gefühl hat, mehrere Persönlichkeiten in ihrem Körper zu haben, die sich in ihren Eigenschaften, Verhaltensweisen und Erinnerungen unterscheiden können. Diese Persönlichkeiten werden auch als Identitäten, Teile, Zustände oder Alter bezeichnet. Eine Person mit DID kann zwischen diesen Identitäten wechseln, oft ohne es zu merken oder zu kontrollieren. Dies kann zu Verwirrung, Stress, Angst und Beeinträchtigungen im Alltag führen.

DID entsteht oft als Folge von schweren und lang anhaltenden Traumata in der Kindheit, die die normale Entwicklung des Selbstgefühls eines Kindes stören. Solche Traumata können körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch, Vernachlässigung, Krieg, Folter oder Naturkatastrophen sein. Um mit dem Schmerz und der Angst umzugehen, spaltet sich das Kind von seinen Erlebnissen ab und bildet verschiedene Identitäten, die unterschiedliche Aspekte seiner Persönlichkeit repräsentieren. Diese Identitäten können dem Kind helfen, zu überleben, indem sie ihm Schutz, Trost oder Flucht bieten.

DID kann sich auf verschiedene Weise äußern, je nachdem, wie viele Identitäten eine Person hat, wie sie miteinander interagieren und wie sie sich auf die Umwelt beziehen. Einige häufige Symptome von DID sind:

  • Gedächtnislücken oder Amnesie, die sich auf wichtige persönliche Informationen, Ereignisse oder Zeiträume beziehen können
  • Depersonalisation oder das Gefühl, sich selbst oder die Welt von außen zu beobachten
  • Derealisation oder das Gefühl, dass die Welt unwirklich, verschwommen oder verzerrt ist
  • Identitätsverwirrung oder das Gefühl, nicht zu wissen, wer man ist oder was man will
  • Identitätswechsel oder das Erleben von plötzlichen oder allmählichen Veränderungen in der Stimme, dem Ausdruck, dem Verhalten, den Vorlieben, den Fähigkeiten oder den Erinnerungen
  • Dissoziative Flashbacks oder das Wiedererleben von traumatischen Erinnerungen, die als aktuell empfunden werden
  • Dissoziative Fugue oder das plötzliche Reisen oder Umziehen ohne Erinnerung an die Vergangenheit oder den Grund dafür
  • Somatoforme Symptome oder das Erleben von körperlichen Beschwerden oder Schmerzen, die keine medizinische Erklärung haben
  • Halluzinationen oder das Hören von Stimmen, das Sehen von Bildern oder das Fühlen von Berührungen, die nicht real sind
  • Komorbidität oder das Vorhandensein von anderen psychischen Erkrankungen, wie Depression, Angst, Zwang, Essstörung oder posttraumatische Belastungsstörung

DID ist eine ernste und oft missverstandene psychische Erkrankung, die das Leben von vielen Menschen beeinträchtigt. Durch die Sensibilisierung für diese Störung können wir dazu beitragen, das Stigma zu reduzieren, das Leiden zu lindern und die Hoffnung zu fördern.

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