Der Internationale Tag der Schulmahlzeiten (International School Meals Day) findet jedes Jahr am zweiten Donnerstag im März statt und richtet den Blick auf die Bedeutung von ausgewogenen Mahlzeiten im Schulalltag. Der Aktionstag verbindet Schulen auf der ganzen Welt und macht darauf aufmerksam, welchen Einfluss gutes Essen auf Gesundheit, Konzentration und Lernerfolg von Kindern hat.
Die Initiative entstand im Vereinigten Königreich. Anfang der 2010er Jahre begann dort eine Kampagne, die Schulen international miteinander vernetzen sollte. Ziel war es, den Austausch über Schulverpflegung, Ernährungsbildung und Esskultur zu fördern. Im Jahr 2013 fand der Tag erstmals mit internationaler Beteiligung statt. Seitdem nehmen jedes Jahr tausende Schulen auf mehreren Kontinenten daran teil. Häufig organisieren sie gemeinsame Aktionen, Themenwochen oder besondere Menüs, die Einblicke in die Esskulturen anderer Länder geben.
Schulmahlzeiten spielen weltweit eine zentrale Rolle für Bildungssysteme. Nach Schätzungen internationaler Organisationen erhalten mehrere hundert Millionen Kinder täglich eine Mahlzeit in der Schule. Für viele von ihnen stellt diese Mahlzeit einen wichtigen Bestandteil der täglichen Ernährung dar. Untersuchungen zeigen, dass regelmäßige und ausgewogene Verpflegung die Konzentration verbessert, die Lernfähigkeit unterstützt und auch dazu beitragen kann, dass Kinder regelmäßiger am Unterricht teilnehmen.
Auch in Deutschland hat die Schulverpflegung in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen verbringen viele Schüler mehr Zeit in der Schule und nehmen dort auch ihr Mittagessen ein. Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung haben deshalb Empfehlungen für eine ausgewogene Schulverpflegung entwickelt. Sie betreffen etwa den Anteil von Gemüse und Vollkornprodukten, die Verwendung frischer Zutaten sowie den möglichst sparsamen Einsatz stark verarbeiteter Lebensmittel.
Der Internationale Tag der Schulmahlzeiten erinnert daran, dass Essen in der Schule mehr ist als eine organisatorische Frage des Alltags. Schulmahlzeiten können dazu beitragen, gesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern, soziale Unterschiede abzumildern und Kindern aus verschiedenen Kulturen einen gemeinsamen Raum des Austauschs zu bieten. Gerade deshalb nutzen viele Schulen den Tag, um über Ernährung, Landwirtschaft und die Herkunft von Lebensmitteln zu sprechen und den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu erweitern.
