Am 26. März jeden Jahres wird die Welt ein bisschen lila. Der Lila-Tag (Purple Day), ein internationaler Gedenktag zur Aufklärung über Epilepsie, bringt Menschen auf der ganzen Welt zusammen, um Unterstützung zu zeigen und Bewusstsein zu schaffen.
Der Lila-Tag wurde 2008 von Cassidy Megan, einem damals neunjährigen Mädchen aus Kanada, ins Leben gerufen. Cassidy, selbst von Epilepsie betroffen, wollte die Mythen und Ängste, die mit der Krankheit verbunden sind, zerstreuen und für mehr Verständnis und Akzeptanz werben. Unterstützt von der Epilepsy Association of Nova Scotia, gewann der Tag schnell an Bedeutung und erreichte eine internationale Ebene.
Im Jahr 2009 schlossen sich die Anita Kaufmann Foundation und die Epilepsy Association of Nova Scotia zusammen, um den Lila-Tag weltweit zu etablieren und die Beteiligung von Organisationen, Schulen, Unternehmen, Politikern und Prominenten zu erhöhen. Der Tag erhielt königliche Zustimmung in Kanada und wurde durch den Purple Day Act am 17. Februar 2012 offiziell anerkannt.
Der Lila-Tag dient nicht nur der Aufklärung über Epilepsie, sondern auch dem Abbau sozialer Stigmata, mit denen viele Betroffene konfrontiert sind. Die Wahl der Farbe Lila ist dabei kein Zufall: Lila steht international für Epilepsie und symbolisiert Einsamkeit; ein Gefühl, das viele Epilepsie-Patienten kennen.
An diesem Tag werden Menschen dazu ermutigt, Lila zu tragen und an Veranstaltungen teilzunehmen, die über Epilepsie informieren. Es ist ein Tag der Solidarität, an dem die Gesellschaft zeigt, dass niemand mit Epilepsie alleine ist.
Cassidy Megan hat mit dem Purple Day eine Bewegung ins Leben gerufen, die weit über die Grenzen ihres Heimatlandes hinausgeht. Sie ist die alleinige Inhaberin der Urheberrechte für den Lila-Tag und steht als Symbol für Mut und Hoffnung; nicht nur für Menschen mit Epilepsie, sondern für alle, die sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzen.
