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11. April 1949 – Geburtstag Bernd Eichinger

Am heutigen 11. April hätte Bernd Eichinger, einer der prägendsten deutschen Filmproduzenten und Drehbuchautoren der Nachkriegszeit, seinen Geburtstag gefeiert.

Am heutigen 11. April hätte Bernd Eichinger, einer der prägendsten deutschen Filmproduzenten und Drehbuchautoren der Nachkriegszeit, seinen Geburtstag gefeiert. Sein Name steht für Mut, Leidenschaft und das unbedingte Streben nach großen Geschichten; sowohl im deutschen Kino als auch auf internationalem Parkett. Mit seinem Gespür für Stoffe, die unter die Haut gehen, hat er das Bild des deutschen Films entscheidend mitgestaltet.

Bernd Eichinger wurde 1949 im schwäbischen Neuburg an der Donau geboren. Nach dem Abitur zog es ihn an die Hochschule für Fernsehen und Film in München, wo er bald durch sein Talent und seine Entschlossenheit auffiel. Schon früh gründete er die Produktionsfirma Solaris Film und später die Neue Constantin Film; ein Name, der bald für anspruchsvolles und erfolgreiches Kino stand.

Eichinger war kein Mann für halbe Sachen. Seine Filme hatten Gewicht, bewegten Massen und rüttelten auf. Er wagte sich an Stoffe, die andere scheuten; und wurde damit zum Vorbild für eine ganze Generation junger Filmschaffender.

Bernd Eichinger produzierte zahlreiche Klassiker, die bis heute in Erinnerung geblieben sind. Darunter Michael Endes Die unendliche Geschichte (1984), Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1981) oder Der Name der Rose (1986) mit Sean Connery. Sein Gespür für internationale Koproduktionen machte ihn auch außerhalb Deutschlands zu einer anerkannten Größe.

Ein besonderes Kapitel seines Schaffens ist der Film Der Untergang (2004), in dem Bruno Ganz in die Rolle Adolf Hitlers schlüpfte. Das Werk sorgte weltweit für Diskussionen; nicht zuletzt, weil Eichinger als Drehbuchautor ein differenziertes, ungeschöntes Bild der letzten Tage des Dritten Reichs zeichnete. Der Film wurde für einen Oscar nominiert und gilt als Meilenstein des deutschen Nachkriegskinos.

Mit Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (2006) erfüllte sich Eichinger einen lang gehegten Traum. Die Adaption des weltberühmten Romans von Patrick Süskind war ein Kraftakt; aufwendig produziert, mit internationalen Stars besetzt, und dennoch unverkennbar Eichinger.

Eichinger war nicht nur ein kreativer Kopf, sondern auch ein streitbarer Geist. Er galt als unbequem, kompromisslos, aber auch als jemand, der seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren konnte. Für ihn war Film mehr als Unterhaltung; es war eine Mission. Seine Werke zeugen von Tiefgang, Relevanz und einer künstlerischen Handschrift, die selten geworden ist.

Am 24. Januar 2011 starb Bernd Eichinger völlig überraschend an einem Herzinfarkt in Los Angeles; im Alter von nur 61 Jahren. Sein Tod riss eine Lücke, die bis heute spürbar ist. Viele seiner Weggefährten würdigten ihn als Pionier und Kämpfer für den deutschen Film.

Auch Jahre nach seinem Tod ist Bernd Eichingers Einfluss unübersehbar. Seine Filme laufen regelmäßig im Fernsehen, werden in Schulen diskutiert und bleiben im kulturellen Gedächtnis verankert. Die Filmhochschule München verleiht heute den Bernd-Eichinger-Preis an junge Talente; ein stilles Weiterleben seines leidenschaftlichen Engagements.

Zum heutigen Geburtstag erinnern wir uns an einen Mann, der nie das Leichte suchte, sondern das Wesentliche. An einen Geschichtenerzähler, der uns mit seinen Filmen berührt, aufgerüttelt und zum Nachdenken gebracht hat.

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