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13. April 1970 – Abbruch der Mondmission der Apollo 13

Am 13. April 1970 wurde die Mission von Apollo 13 jäh unterbrochen, als in rund 320.000 Kilometern Entfernung von der Erde ein Sauerstofftank im Servicemodul explodierte.

Der 13. April 1970 markiert einen der kritischsten Momente der bemannten Raumfahrt. An diesem Tag wurde die Mission von Apollo 13 jäh unterbrochen, als in rund 320.000 Kilometern Entfernung von der Erde ein Sauerstofftank im Servicemodul explodierte. Was als dritte geplante Mondlandung der Vereinigten Staaten begonnen hatte, verwandelte sich innerhalb weniger Sekunden in eine lebensbedrohliche Notlage.

Ausgelöst wurde die Krise durch eine Routinehandlung. Beim Umrühren eines der Sauerstofftanks kam es zu einem Kurzschluss, der eine Explosion verursachte und das Servicemodul schwer beschädigte. Kurz darauf meldete Jack Swigert den Vorfall an das Kontrollzentrum in Houston mit den Worten „Okay, Houston, we’ve had a problem here“. Diese Formulierung wurde später häufig verkürzt wiedergegeben, doch das Original verdeutlicht den Moment, in dem sich die Lage erst allmählich als ernst herausstellte. Wenig später bestätigte Kommandant Jim Lovell die Situation.

Mit der Explosion fiel ein Großteil der Energieversorgung aus, da die Brennstoffzellen des Raumschiffs auf Sauerstoff angewiesen waren. Auch die Produktion von Trinkwasser war betroffen. Die ursprünglich geplante Landung auf dem Mond musste sofort aufgegeben werden. Stattdessen richtete sich die gesamte Aufmerksamkeit darauf, die drei Astronauten sicher zur Erde zurückzubringen. Das Kommandomodul, das für den Wiedereintritt vorgesehen war, wurde weitgehend abgeschaltet, um Energie zu sparen. Die Besatzung zog sich in die Mondlandefähre zurück, die nun als improvisiertes Rettungsboot diente.

In den folgenden Tagen entwickelte sich ein intensives Zusammenspiel zwischen der Crew im All und den Ingenieuren am Boden. Unter der Leitung der NASA wurden in kürzester Zeit Lösungen für Probleme erarbeitet, die zuvor nie in dieser Form aufgetreten waren. Dazu gehörte unter anderem die Anpassung der Lebenserhaltungssysteme, da die Filter für Kohlendioxid im Kommandomodul nicht ohne Weiteres in der Mondlandefähre verwendet werden konnten. Mit improvisierten Mitteln gelang es, eine funktionierende Konstruktion zu entwickeln, die die Luft an Bord wieder atembar machte.

Die Flugbahn wurde so angepasst, dass das Raumschiff den Mond umrundete und durch dessen Schwerkraft zurück zur Erde gelenkt wurde. Diese sogenannte freie Rückkehrbahn war bereits in der Missionsplanung vorgesehen, erwies sich nun aber als entscheidender Faktor für die Rettung. Trotz extrem knapper Ressourcen und großer Unsicherheit gelang es der Besatzung, das beschädigte Raumschiff zu stabilisieren und die Systeme so lange funktionsfähig zu halten, bis eine Rückkehr möglich war.

Am 17. April 1970 landete die Crew schließlich sicher im Pazifik. Das Ereignis gilt bis heute als herausragendes Beispiel für Krisenmanagement, technische Improvisation und Zusammenarbeit unter extremen Bedingungen. Der 13. April erinnert damit nicht nur an einen dramatischen Zwischenfall, sondern auch an die Fähigkeit, selbst aus aussichtslos wirkenden Situationen einen erfolgreichen Ausgang zu erreichen.

KI-Bild: Daniela Niedermeier

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