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20. Mai 2026 – Tag des Streamings

Am 20. Mai feiern Streaming-Fans weltweit den Streaming-Tag (National Streaming Day); einen inoffiziellen Feiertag, der die Revolution des digitalen Entertainments würdigt.

Der Tag des Streamings (National Streaming Day) wird jedes Jahr am 20. Mai begangen. Er geht auf Roku zurück, ein US-amerikanisches Unternehmen, das Streaming-Geräte, Smart-TV-Software und eigene Streaming-Angebote entwickelt. Roku rief den Aktionstag 2014 aus; der Termin erinnert an den 20. Mai 2008, als mit dem „Netflix Player by Roku“ ein frühes Gerät erschien, mit dem Netflix-Inhalte direkt auf dem Fernseher gestreamt werden konnten.

Streaming selbst ist älter als dieser Aktionstag. Bereits in den 1990er Jahren experimentierten Anbieter mit der Übertragung von Audio und Video über das Internet. Die Technik war damals noch begrenzt: langsame Leitungen, kleine Bildfenster und häufige Unterbrechungen prägten die Nutzung. Entscheidend war dennoch die neue Logik: Inhalte mussten nicht mehr vollständig heruntergeladen werden, bevor man sie sehen oder hören konnte.

Der eigentliche Durchbruch kam in mehreren Schritten. YouTube machte ab 2005 Onlinevideos für ein Massenpublikum selbstverständlich. Netflix begann 2007 mit Video-on-Demand per Internet und löste sich nach und nach vom DVD-Verleih. Spotify zeigte ab 2008, wie stark sich auch der Musikmarkt verändern würde. Aus Besitz wurde Zugriff, aus Sendeterminen wurden Mediatheken, aus festen Programmschemata wurden persönliche Empfehlungen.

Mit dem Streaming verbreitete sich auch das sogenannte Binge-Watching, also das Anschauen mehrerer Folgen einer Serie direkt hintereinander. Möglich wurde dies vor allem, weil viele Plattformen ganze Staffeln auf einmal veröffentlichen und automatisch die nächste Folge starten. Was früher an feste Sendetermine gebunden war, wurde zur selbst gesteuerten Seriennacht. Das veränderte nicht nur das Verhalten des Publikums, sondern auch das Erzählen selbst: Serien wurden stärker auf lange Spannungsbögen, Cliffhanger und unmittelbares Weiterschauen ausgerichtet.

In den 2010er Jahren wurde Streaming zum Alltagsmedium. Schnellere Internetanschlüsse, Smartphones, Smart-TVs und Flatrates machten das Modell massentauglich. Gleichzeitig veränderte sich der Medienmarkt tiefgreifend. Fernsehsender, Kinos, Videotheken, Musiklabels und Kabelanbieter mussten sich an neue Nutzungsgewohnheiten anpassen.

Heute ist Streaming ein zentraler Vertriebsweg für Filme, Serien, Musik, Podcasts, Sport und Live-Veranstaltungen. Der Tag des Streamings ist deshalb weniger ein klassischer Feiertag als ein Hinweis auf einen dauerhaften Medienwandel. Bequemer ist vieles geworden; übersichtlicher nicht unbedingt. Aus dem früheren Fernsehprogramm wurde eine nahezu unbegrenzte Auswahl. Genau darin liegt der Fortschritt und zugleich das Problem des Streamings.

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