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6. Juni 2026 – Welttag der Schädlingsbekämpfung

Der Tag der Schädlingsbekämpfung, im Original bekannt als World Pest Day, wird jedes Jahr am 6. Juni begangen. Der Begriff „Pest“ bezieht sich dabei nicht auf die historische Seuche, sondern auf Schädlinge im allgemeinen Sinne.

Der Tag der Schädlingsbekämpfung, im Original bekannt als World Pest Day, wird jedes Jahr am 6. Juni begangen. Der Begriff „Pest“ bezieht sich dabei nicht auf die historische Seuche, sondern auf Schädlinge im allgemeinen Sinne, also Tiere wie Ratten, Mäuse, Kakerlaken, Fliegen oder Mücken, die Krankheiten übertragen, Vorräte verunreinigen oder Gebäude beschädigen können. Der Aktionstag wurde im Jahr 2017 von der Chinese Pest Control Association ins Leben gerufen und wird seither in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der National Pest Management Association in den USA, der europäischen CEPA sowie Verbänden aus Asien und Ozeanien begangen. Sein Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, der Medien und politischer Entscheidungsträger auf die gesellschaftliche Bedeutung professioneller Schädlingsbekämpfung zu lenken.

Schädlingsbekämpfung ist ein zentraler, aber häufig unterschätzter Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und der Lebensmittelsicherheit. Während sie im Alltag vieler Menschen eher im Hintergrund wahrgenommen wird, ist ihre Wirkung weitreichend. In Städten und Gemeinden schützt sie vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten, verhindert wirtschaftliche Schäden in der Lagerhaltung und in der Lebensmittelproduktion und trägt in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zur Hygiene bei. Ohne gezielte Bekämpfung würde sich etwa die Zahl der Salmonelleninfektionen, die Ausbreitung von Leptospiren oder auch das Risiko durch durch Mücken übertragene Erkrankungen deutlich erhöhen. Besonders in Zeiten zunehmender Urbanisierung, internationaler Warenströme und klimatischer Veränderungen rücken neue Schädlingsarten in den Fokus, darunter invasive Insekten, deren Verbreitungsgebiete sich durch milde Winter und globalen Handel stetig ausdehnen.

Ein Anliegen des Tages ist es, die professionelle Dimension dieser Arbeit hervorzuheben. Viele Menschen greifen bei Schädlingsbefall zu Hausmitteln oder frei verkäuflichen Produkten, doch solche Maßnahmen führen oft nicht zum gewünschten Erfolg oder bergen sogar Risiken für Gesundheit und Umwelt. Fachbetriebe setzen hingegen auf fundierte Analysen, moderne Verfahren und zunehmend auf nachhaltige Strategien. Das sogenannte Integrated Pest Management, also die integrierte Schädlingsbekämpfung, kombiniert vorbeugende Maßnahmen, biologische Methoden und gezielten Chemieeinsatz in möglichst geringer Dosierung. Dieser Ansatz wird international als fachlich und ethisch zukunftsweisend angesehen.

Das Motto des Welttag der Schädlingsbekämpfung im Jahr 2025 lautet „Guardians of Health: Professional Pest Management for a Safer World“. Es stellt die Schädlingsbekämpfer als stille Helfer in den Mittelpunkt, die täglich zur Sicherheit und Lebensqualität in Städten, Betrieben und Wohnräumen beitragen. Der Tag soll dazu dienen, ihre Leistungen sichtbarer zu machen und die Ausbildung, das Fachwissen und die hohe Verantwortung dieser Berufe zu würdigen. Gleichzeitig ist er eine Gelegenheit, über neue Herausforderungen aufzuklären. Dazu gehören etwa die zunehmende Resistenz mancher Schädlingsarten gegen gängige Mittel, die steigende Nachfrage nach ökologisch verträglichen Lösungen oder die Gefahr von Fehlbehandlungen durch Laien.

Auch in Deutschland beteiligt sich die Branche an diesem Tag mit Informationskampagnen, Fortbildungsangeboten und Gesprächen mit politischen Akteuren. Berufsverbände nutzen die Gelegenheit, um auf gesetzliche Rahmenbedingungen hinzuweisen und die Wichtigkeit einer fachgerechten, klar regulierten Praxis zu betonen. Für die Bevölkerung bietet der Tag die Möglichkeit, sich mit einem Thema zu beschäftigen, das meist erst dann Beachtung findet, wenn ein akutes Problem vorliegt.

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