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7. Juni 2015 – Todestag von Christopher Lee

Am 7. Juni 2015 verstarb Sir Christopher Frank Carandini Lee, CBE, CStJ, im Alter von 93 Jahren in London. Lee war ein britischer Schauspieler und Sänger, der für seine Darstellungen von Bösewichten Kultstatus erlangte.

Am 7. Juni 2015 verstarb Sir Christopher Frank Carandini Lee, CBE (Commander of the Order of the British Empire), CStJ (Commander of the Order of St. John), im Alter von 93 Jahren in London. Lee war ein britischer Schauspieler und Sänger, der für seine Darstellungen von Bösewichten Kultstatus erlangte.

Christopher Lee wurde am 27. Mai 1922 in London geboren. Sein Vater, Geoffrey Trollope Lee, war Offizier in der britischen Armee, und seine Mutter, Estelle Marie Carandini di Sarzano, entstammte einem alten italienischen Adelsgeschlecht. Lee diente während des Zweiten Weltkrieges bei der Royal Air Force und war als Verbindungsoffizier zu einer nachrichtendienstlichen Spezialeinheit tätig.

Lees Schauspielkarriere begann 1947, und er erlangte schnell Bekanntheit durch seine Rolle als Graf Dracula in dem gleichnamigen Horrorfilm von 1958. Diese Rolle spielte er in insgesamt neun weiteren Vampirfilmen und wurde dadurch weltberühmt.

Christopher Lee war bekannt für seine Darstellung von Bösewichten in zahlreichen Filmen. Zu seinen bekanntesten Rollen gehörten:

  • Graf Dracula in den Hammer-Horrorfilmen
  • Francisco Scaramanga im James-Bond-Film “Der Mann mit dem goldenen Colt” (1974)
  • Saruman in der “Der Herr der Ringe”-Trilogie (2001–2003) und “Der Hobbit”-Trilogie (2012–2014)
  • Count Dooku in den “Star Wars”-Filmen (2002, 2005)

Neben diesen ikonischen Rollen wirkte Lee in über 285 Filmen mit und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Tim Burton zusammen. Trotz seiner beeindruckenden Filmografie konnte Lee keinen Oscar gewinnen. Er selbst bezeichnete seine Darstellung des Politikers Muhammad Ali Jinnah im Film “Jinnah” (1998) als seine wichtigste und beste schauspielerische Leistung.

Neben der Schauspielerei war Christopher Lee auch als Sänger aktiv. Zwischen 1986 und 1998 wirkte er bei Studioaufnahmen verschiedener Opern und Musicals mit. Im Jahr 2010 veröffentlichte er das Symphonic-Metal-Album “Charlemagne: By the Sword and the Cross” und arbeitete mit Bands wie Rhapsody of Fire und Manowar zusammen.

Christopher Lee beherrschte viele Sprachen und hatte eine tiefe Liebe zur Musik Richard Wagners. Er war ein Großcousin des James-Bond-Erfinders Ian Fleming und der Onkel der Schauspielerin Harriet Walter. Lees Mutter entstammte dem Adelsgeschlecht Carandini, das sich angeblich bis zu Karl dem Großen zurückverfolgen lässt.

Lees Tod am 7. Juni 2015 markierte das Ende einer bemerkenswerten Karriere, die über sieben Jahrzehnte umfasste. Er hinterließ ein beeindruckendes Vermächtnis als einer der größten britischen Schauspieler und Meister des Makabren.

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