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15. Juni 2026 – Tag der Windenergie

Am 15. Juni wird jedes Jahr der Tag der Windenergie (Global Wind Day) begangen. Dieser internationale Aktionstag stellt die Bedeutung der Windenergie in den Mittelpunkt.

Am 15. Juni wird jedes Jahr der Tag der Windenergie (Global Wind Day) begangen. Dieser internationale Aktionstag stellt die Bedeutung der Windenergie in den Mittelpunkt. Veranstaltet wird er vom europäischen Verband WindEurope und dem Global Wind Energy Council in Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen weltweit. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Rolle der Windkraft im Energiemix zu stärken und das Interesse an dieser nachhaltigen Energiequelle zu fördern.

Windenergie zählt heute zu den wichtigsten Säulen der Energiewende. In vielen Ländern ist Windstrom ein Bestandteil der Stromversorgung geworden. Deutschland gehört dabei zu den führenden Nationen beim Ausbau der Windkraft an Land und auf See.

Der Tag der Windenergie bietet eine Plattform für Information und Begegnung. In zahlreichen Regionen öffnen Windparks ihre Tore für Besucher, es finden Führungen, Vorträge und Mitmachaktionen statt. Auch digitale Formate, Schulprojekte und künstlerische Beiträge gehören zum Programm. Im Vordergrund steht nicht nur die Technik, sondern auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Windenergie. Sie trägt zur Versorgungssicherheit bei, schafft Arbeitsplätze und unterstützt die Erreichung internationaler Klimaziele.

Gleichzeitig gibt es auch kritische Stimmen, die auf ökologische und landschaftliche Belastungen durch Windkraftprojekte hinweisen. Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die massiven Fundamente der Windräder. Für eine moderne Anlage mit einer Nabenhöhe von über 140 Metern werden oft mehr als 1.000 Tonnen Stahlbeton verbaut. Die Fundamente haben in der Regel einen Durchmesser von bis zu 30 Metern und eine Tiefe von drei bis vier Metern. Dafür werden große Mengen Kies, Sand, Zement und Stahl benötigt; Ressourcen, die unter hohem Energieaufwand gewonnen werden. Hinzu kommen Eingriffe in Landschaften und Ökosysteme. Am Beispiel des Reinhardswaldes in Hessen, auch bekannt als Märchenwald, zeigt sich, dass für Windparks großflächig alte Buchen- und Eichenbestände gefällt wurden. Die Rodung von Waldflächen für den Bau von Zufahrtswegen, Kranstellflächen und Anlagenfundamenten stößt vielerorts auf Widerstand und wird als Widerspruch zur Klimaschutzidee wahrgenommen.

Seit seiner Einführung im Jahr 2007 hat sich der Tag der Windenergie zu einem festen Termin im internationalen Energiekalender entwickelt. Gleichzeitig ist der Aktionstag Anlass zur Diskussion über offene Fragen. Dazu zählen etwa der Schutz von Natur- und Kulturlandschaften, technische Herausforderungen oder die Beteiligung der Bevölkerung bei Planungsprozessen. Der Tag versteht sich nicht als Werbung, sondern als Einladung zur sachlichen Auseinandersetzung.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
Bild: Werner Niedermeier

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