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24. Juni 1944 – Geburtstag Jeff Beck

Heute würde der britische Ausnahmegitarrist Jeff Beck seinen Geburtstag feiern. Ein Rückblick auf das Leben eines Musikers, der die Rockgeschichte mitgestaltet hat.

Heute würde der britische Ausnahmegitarrist Jeff Beck seinen Geburtstag feiern. Ein Rückblick auf das Leben eines Musikers, der die Rockgeschichte mitgestaltet hat.

Jeff Beck galt vielen als „Gitarrist der Gitarristen“. Er war ein Virtuose ohne stilistische Scheuklappen, ein Tüftler und Klangforscher mit einem unverwechselbaren Ton. Am 24. Juni 1944 in Wallington, Surrey, geboren, entdeckte Beck schon früh seine Liebe zur elektrischen Gitarre. Seine Karriere begann in den 1960er-Jahren mit einem Paukenschlag: 1965 übernahm er die Nachfolge von Eric Clapton bei den Yardbirds und prägte mit seinem explosiven Spiel den Sound der Band maßgeblich.

Obwohl seine Zeit bei den Yardbirds nur kurz war, hinterließ sie einen bleibenden Eindruck. Beck verband Blues, Rock, Jazz und elektronische Einflüsse zu einem Stil, der stets offen für Neues blieb. Nach seinem Ausstieg gründete er die Jeff Beck Group. In dieser spielten unter anderem Rod Stewart und Ronnie Wood, die beide später bei den Faces und bei den Rolling Stones erfolgreich wurden.

Was Jeff Beck zeitlebens von vielen seiner Kollegen unterschied, war seine konsequente Weigerung, sich auf ein Genre festlegen zu lassen. In den 1970er-Jahren wandte er sich dem Jazzrock zu, zum Beispiel mit dem gefeierten Album Blow by Blow aus dem Jahr 1975, das von George Martin produziert wurde. Spätere Werke zeigten Einflüsse aus elektronischer Musik, Weltmusik und Ambient. Er arbeitete mit Stevie Wonder, Tina Turner, Kate Bush, Roger Waters und Imogen Heap. Die Bandbreite seiner Kooperationen war so groß wie sein musikalisches Spektrum.

Beck verzichtete bewusst auf Effekte, Show und eine ausgedehnte Gesangskarriere. Er ließ die Gitarre für sich sprechen. Besonders auffällig war seine Spielweise: Er nutzte selten ein Plektrum, sondern spielte meist mit den Fingern. Den Tremolohebel und das Lautstärkepoti setzte er gezielt als Ausdrucksmittel ein. Jeder Ton wirkte bei ihm bewusst geformt und voller Präzision.

Trotz seines legendären Rufs blieb Beck zeitlebens zurückhaltend und öffentlichkeitsscheu. Er lebte in Sussex, wo er alte Autos restaurierte; eine Leidenschaft neben der Musik. 2009 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und im Jahr 2014 erhielt er den Ivor Novello Award für sein Lebenswerk.

Jeff Beck starb am 10. Januar 2023 im Alter von 78 Jahren an einer bakteriellen Meningitis. Mit ihm verlor die Musikwelt eine ihrer markantesten Stimmen, auch wenn diese Stimme überwiegend aus sechs Saiten bestand.

Zum heutigen Geburtstag erinnern sich viele Fans und Musiker an einen Mann, der nicht laut auftreten musste, um unvergesslich zu sein. Seine Musik spricht für sich und wird es auch in Zukunft tun.

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