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27. Juni 2026 – Tag der Berufswünsche

Am 27. Juni richtet sich der Blick vieler britischer Grundschulkinder nicht auf das Klassenzimmer, sondern in die Zukunft.

Am 27. Juni richtet sich der Blick vieler britischer Grundschulkinder nicht auf das Klassenzimmer, sondern in die Zukunft. Der sogenannte Dream Big Day, in einer angemessenen deutschen Entsprechung als Tag der Berufswünsche bezeichnet, ist eine vergleichsweise junge Initiative, die darauf abzielt, Kindern schon im frühen Schulalter neue Horizonte aufzuzeigen. Ziel ist es, berufliche Perspektiven zu öffnen, Talente zu entdecken und realistische Träume zu fördern. Die Aktion wurde 2023 von der Plattform Careermap ins Leben gerufen und seither von Bildungsträgern, Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen unterstützt.

Im Zentrum des Tages stehen praxisnahe Erlebnisse. Kinder begegnen Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern, lernen Arbeitsabläufe kennen und bekommen die Gelegenheit, sich in für sie neue Rollen hineinzudenken. Ob Arzt, Tischler, Informatiker oder Gärtner, der Tag der Berufswünsche soll ein vielfältiges Bild der Arbeitswelt vermitteln, das über stereotype Rollenmuster hinausgeht. Viele Schulen gestalten diesen Tag mit Projektaufgaben, Rollenspielen oder Ausflügen in Betriebe. Die Initiative verfolgt dabei nicht nur pädagogische Ziele, sondern will auch soziale Ungleichheiten abbauen. Gerade für Kinder, die zu Hause wenig Einblick in unterschiedliche Berufsfelder erhalten, kann der Tag eine prägende Erfahrung sein.

Langfristig sollen solche Impulse helfen, Bildungswege bewusster zu wählen und die persönliche Entwicklung mit einer realitätsnahen Berufsorientierung zu verknüpfen. Dass der Tag der Berufswünsche im Sommer stattfindet, ist kein Zufall. Er markiert einen Moment der Zwischenbilanz im Schuljahr, der sich gut eignet, um Fragen nach der eigenen Zukunft anzustoßen, ohne sie gleich beantworten zu müssen.

Die Resonanz auf den Tag ist ermutigend. Schulen, die sich besonders engagieren, können sich für die Auszeichnung Dream Big School of the Year bewerben. Damit wird nicht nur das Engagement der Lehrer gewürdigt, sondern auch das kreative Potenzial sichtbar, das in vielen Schulprojekten steckt. Es zeigt sich, dass Kinder, wenn man ihnen zutraut, groß zu träumen, auch beginnen, mutig zu denken.

Der Tag der Berufswünsche ist noch keine etablierte Tradition, aber sein Anliegen trifft einen Nerv. In einer Arbeitswelt, die sich rasch verändert, wächst das Bedürfnis nach Orientierung. Frühzeitige Berufsbildung bedeutet dabei nicht die Festlegung auf einen konkreten Weg, sondern die Einladung, viele Wege kennenzulernen. Wer sich in der Kindheit mit Berufswünschen beschäftigen darf, gewinnt nicht nur Perspektiven, sondern auch Selbstvertrauen.

KI-Bild: Daniela Niedermeier

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