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2. Juli 1904 – Geburtstag René Lacoste

Am 2. Juli 1904 wurde in Paris einer der einflussreichsten Sportler des 20. Jahrhunderts geboren: René Lacoste.

Am 2. Juli 1904 wurde in Paris einer der einflussreichsten Sportler des 20. Jahrhunderts geboren: René Lacoste. Obwohl sein Name heute vor allem mit einem kleinen grünen Krokodil auf Poloshirts verbunden wird, reichen seine Verdienste weit über die Modewelt hinaus. Als erfolgreicher Tennisspieler, Tüftler und Unternehmer prägte er den Sport und beeinflusste das Design moderner Sportbekleidung nachhaltig.

Lacoste begann vergleichsweise spät mit dem Tennissport. Erst im Alter von 15 Jahren kam er während einer Reise nach England erstmals mit dem Spiel in Berührung. Innerhalb weniger Jahre entwickelte er sich zu einem der besten Tennisspieler der Welt. Gemeinsam mit Jean Borotra, Henri Cochet und Jacques Brugnon bildete er die berühmten „Vier Musketiere“, die den internationalen Tennissport in den 1920er-Jahren dominierten. Zwischen 1925 und 1929 gewann Lacoste sieben Grand-Slam-Einzeltitel, darunter drei französische Meisterschaften, zwei Siege in Wimbledon und zwei US-Meisterschaften. Zudem führte er Frankreich zu zwei Erfolgen im Davis Cup und wurde mehrfach als bester Tennisspieler der Welt eingestuft.

Seinen Spitznamen „Das Krokodil“ erhielt Lacoste aufgrund seiner Hartnäckigkeit auf dem Tennisplatz. Die Bezeichnung entstand nach einer Geschichte um einen Koffer aus Alligatorleder und wurde von amerikanischen Journalisten aufgegriffen. Ein Freund zeichnete daraufhin ein Krokodil, das Lacoste auf seinem Blazer tragen ließ. Damit entstand eines der bekanntesten Markenzeichen der Welt. Jahre später wurde das grüne Krokodil zum Logo seines Unternehmens und gilt bis heute als eines der ersten sichtbar auf Kleidung angebrachten Markenembleme überhaupt.

Schon während seiner aktiven Karriere störte sich Lacoste an der unbequemen Tenniskleidung seiner Zeit. Die üblichen langärmeligen Hemden mit steifen Kragen schränkten die Bewegungsfreiheit ein. Deshalb entwickelte er ein kurzärmeliges Hemd aus leichtem Baumwoll-Piqué mit weichem Kragen. Dieses Kleidungsstück wurde zunächst auf dem Tennisplatz getragen und 1933 gemeinsam mit dem Textilunternehmer André Gillier in Serie produziert. Das moderne Poloshirt war geboren und entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem weltweiten Klassiker.

Auch nach seiner aktiven Laufbahn blieb Lacoste ein Erfinder. 1961 ließ er den ersten Tennisschläger aus Stahlrohr patentieren. Während damals noch Holzschläger üblich waren, bot die neue Konstruktion deutlich mehr Stabilität. Das Konzept wurde später unter anderem durch den Wilson T-2000 berühmt, mit dem Spieler wie Jimmy Connors und Billie Jean King zahlreiche große Turniere gewannen.

René Lacoste starb am 12. Oktober 1996 im Alter von 92 Jahren. Sein Vermächtnis ist bis heute allgegenwärtig. Die von ihm gegründete Marke gehört zu den bekanntesten Modeunternehmen der Welt, das Poloshirt zählt zu den zeitlosen Klassikern der Freizeit- und Sportbekleidung, und das Krokodil ist eines der berühmtesten Logos überhaupt. Gleichzeitig bleibt Lacoste als einer der erfolgreichsten Tennisspieler Frankreichs und als innovativer Erfinder in Erinnerung. Nur wenige Sportler haben ihren Erfolg auf dem Platz so dauerhaft in Wirtschaft, Mode und Technik übertragen wie René Lacoste.

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