Am 10. Juli begeht die katholische Kirche den Siebenbrüdertag, einen Gedenktag für die sieben Söhne der heiligen Felicitas, die im Jahr 160 in Rom den Märtyrertod erlitten haben. Die Mutter und ihre Kinder blieben ihrem Glauben an Christus treu, obwohl sie unter der brutalen Christenverfolgung der Kaiser Mark Aurel und Lucius Verus litten. Sie wurden alle enthauptet, nachdem sie sich geweigert hatten, ihrem Glauben abzuschwören.
Der Siebenbrüdertag ist aber nicht nur ein Tag der Erinnerung an die Standhaftigkeit dieser Heiligen, sondern auch ein Lostag, also ein Tag, an dem das Wetter für die kommenden Wochen vorhergesagt werden kann. Es gibt viele Bauernregeln, die sich auf den Siebenbrüdertag beziehen, wie zum Beispiel: „Wie das Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben mag“ oder „Siebenbrüderregen bringt sieben Wochen Dauerregen“. Diese Regeln sollen auf Erfahrungswerten beruhen und in rund zwei Dritteln aller Fälle mit dem tatsächlichen Wetter des Hochsommers übereinstimmen.
Der Siebenbrüdertag ist nicht zu verwechseln mit dem Siebenschläfertag, der am 27. Juni gefeiert wird und ebenfalls ein Lostag ist.

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- Empfang für Alfred Biolek zum 85. Geburtstag: Raimond Spekking | CC BY-SA 4.0 International