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11. Juli 2026 – Welttag des Rums

Am zweiten Samstag im Juli feiern Rum-Liebhaber weltweit den Welttag des Rums (World Rum Day), ein Fest, das die reiche Geschichte und Vielfalt dieses legendären Getränks ehrt.

Am zweiten Samstag im Juli feiern Rum-Liebhaber weltweit den Welttag des Rums (World Rum Day), ein Fest, das die reiche Geschichte und Vielfalt dieses legendären Getränks ehrt. Rum, ein Destillat aus Zuckerrohrprodukten wie Melasse oder Zuckerrohrsaft, hat eine faszinierende Reise hinter sich, die Kulturen und Kontinente überspannt.

Die Wurzeln des Rums reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert, als die ersten Zuckerrohrplantagen in der Karibik florierten. Zuckerrohr, ursprünglich in Neuguinea beheimatet, wurde von arabischen Händlern nach Europa gebracht und fand schließlich seinen Weg in die Neue Welt. Die frühen Zuckerrohrplantagen in der Karibik erzeugten eine beträchtliche Menge an Melasse als Nebenprodukt der Zuckerproduktion, und findige Brenner erkannten bald das Potenzial dieser süßen Flüssigkeit.

Die ersten Destillationen fanden vermutlich auf den Inseln Barbados und Jamaika statt. Der frühe Rum, oft als „Rumbullion“ bezeichnet, war roh und stark, doch er entwickelte sich rasch weiter. Mit der Zeit verfeinerten Brenner ihre Techniken, und der Rum wurde zu einem begehrten Exportgut, das eng mit der kolonialen Expansion und dem transatlantischen Handel verbunden war.

Im 18. Jahrhundert stieg Rum zur bevorzugten Spirituose der Seefahrer, Piraten und Kaufleute auf. Die British Royal Navy führte 1655 eine tägliche Ration Rum für ihre Seeleute ein, eine Tradition, die bis 1970 fortgesetzt wurde. Rum wurde nicht nur als Getränk, sondern auch als Währung und Handelsgut genutzt. Besonders im Dreieckshandel spielte Rum eine zentrale Rolle, indem er gegen Sklaven und andere Waren eingetauscht wurde.

Heutzutage wird Rum weltweit produziert, wobei die Karibik und Lateinamerika die bekanntesten Regionen sind. Jede Region hat ihre eigenen Stile und Traditionen entwickelt. Kubanischer Rum ist bekannt für seine leichte und trockene Art, während jamaikanischer Rum für seinen kräftigen, fruchtigen Geschmack geschätzt wird. Rum aus Martinique und Guadeloupe, bekannt als Rhum Agricole, wird direkt aus Zuckerrohrsaft destilliert und hat ein ausgeprägtes, terroir-geprägtes Profil.

Die Herstellung von Rum beginnt mit der Fermentation von Zuckerrohrsaft oder Melasse. Diese Flüssigkeit wird dann destilliert und anschließend in Fässern gelagert, um zu reifen. Die Reifezeit kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten reichen, wobei das Klima der Lagerung eine bedeutende Rolle spielt. Tropisches Klima beschleunigt den Reifeprozess, was zu intensiveren Aromen führt.

Rum gibt es in vielen Varianten, von weißem Rum, der oft in Cocktails verwendet wird, bis hin zu dunklem, gereiftem Rum, der pur genossen wird. Gewürzter Rum, der mit verschiedenen Gewürzen und Aromen versetzt wird, erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. Jeder Rum hat seine eigenen einzigartigen Eigenschaften, die von der Herkunft des Zuckerrohrs, der Fermentation und der Lagerung beeinflusst werden.

Die Rumindustrie ist ständig im Wandel, und neue Trends und Innovationen versprechen eine spannende Zukunft. Der Welttag des Rums erinnert uns daran, die kulturelle Bedeutung und die reiche Geschichte eines Getränks zu schätzen, das die Welt erobert hat. Es ist ein Tag, um zu genießen, zu lernen und die Vielfalt und Tiefe des Rums zu feiern.

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  • George,Gershwin,(1898-1937),,American,Composer,,Portrait,By,Carl,Van,Vechten,: Shutterstock | Shutterstock
  • Herbert Wehner: Bundesarchiv, Bild 175-Z02-00866 | CC BY-SA 3.0 Unported

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