Der Tag des Lake Superior findet jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli statt. Der regionale Aktionstag erinnert an die ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Lake Superior, der auf Deutsch Oberer See heißt. Die Idee entstand Anfang der 1990er Jahre in Thunder Bay in der kanadischen Provinz Ontario. Nach und nach schlossen sich weitere Gemeinden auf der kanadischen und amerikanischen Seite des Sees an.
Der Obere See ist der größte der fünf Großen Seen Nordamerikas und nach seiner Fläche der größte Süßwassersee der Erde. Er bedeckt rund 82.100 Quadratkilometer und grenzt an die kanadische Provinz Ontario sowie an die US-Bundesstaaten Minnesota, Wisconsin und Michigan. Seine größte Tiefe beträgt etwa 406 Meter; sein Wasservolumen liegt bei ungefähr 12.000 Kubikkilometern. Wegen seiner Größe, seiner hohen Wellen und der rasch wechselnden Wetterverhältnisse wirkt er vielerorts eher wie ein Meer als wie ein Binnengewässer.
Für die Region besitzt der See große Bedeutung. Er liefert Trinkwasser, dient der Fischerei und dem Tourismus und bildet einen wichtigen Teil des nordamerikanischen Schifffahrtssystems. Über den St. Marys River ist er mit dem Huronsee und damit mit den übrigen Großen Seen verbunden. Häfen wie Duluth, Thunder Bay und Marquette sind bedeutende Umschlagplätze für Rohstoffe und andere Güter.
Der Tag des Lake Superior soll zugleich auf die Gefährdung des Sees aufmerksam machen. Zu den Belastungen gehören Schadstoffe, invasive Tier- und Pflanzenarten und Verschmutzung. Diese Veränderungen können das empfindliche Ökosystem beeinflussen. Die Vereinigten Staaten und Kanada arbeiten deshalb in gemeinsamen Programmen daran, Wasserqualität, Lebensräume und Tierbestände im gesamten Einzugsgebiet zu schützen.
Rund um den See finden am Aktionstag Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Kinderprogramme, Bootsfahrten und Müllsammelaktionen statt. Der Tag wird vor allem von Gemeinden, Museen und Umweltorganisationen getragen. Ziel ist es, Wissen über den Lake Superior zu vermitteln und das Bewusstsein dafür zu stärken, dass auch ein scheinbar unerschöpfliches Gewässer dauerhaft geschützt werden muss.

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