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24. Juli 2026 – Drive-in-Tag

Am 24. Juli begehen die USA den sogenannten National Drive-Thru Day; im deutschsprachigen Raum lässt sich dieser Tag am treffendsten als Drive-in-Tag bezeichnen.

Am 24. Juli begehen die USA den sogenannten National Drive-Thru Day; im deutschsprachigen Raum lässt sich dieser Tag am treffendsten als Drive-in-Tag bezeichnen. Gefeiert wird ein Service, der aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken ist: das Bestellen, Bezahlen und Abholen von Waren direkt aus dem Auto heraus. Was heute als Selbstverständlichkeit gilt, begann in den Vereinigten Staaten bereits Mitte des 20. Jahrhunderts und hat inzwischen auch in Deutschland Fuß gefasst.

Den Ursprung hatte das Drive-in-Prinzip 1947 im US-Bundesstaat Missouri, wo das erste Restaurant mit Autoschalter eröffnete. Bereits ein Jahr später folgte die heute noch bestehende Kette In-N-Out Burger. In den 1970er-Jahren stieg auch McDonald’s in das Geschäft mit dem sogenannten Drive-Thru ein. 2002 schließlich rief die Fast-Food-Kette Jack in the Box den National Drive-Thru Day ins Leben; seither wird der 24. Juli in den USA alljährlich diesem Konzept gewidmet.

In Deutschland eröffnete der erste McDrive Anfang der 1980er-Jahre in Ludwigsburg. Heute betreibt McDonald’s rund 1.400 Filialen im Bundesgebiet, von denen ein Großteil über einen Drive-in-Schalter verfügt. Schätzungen zufolge nutzen täglich etwa 1,5 Millionen Menschen den McDrive. Bis 2027 sollen rund 500 weitere Restaurants entstehen, viele davon mit zweispurigen Autoschaltern.

Auch andere Ketten setzen auf das Konzept. Kentucky Fried Chicken betreibt derzeit 187 Filialen in Deutschland, viele davon mit Drive-in. Das erste KFC-Restaurant mit Autoschalter eröffnete bereits 1985. Hinzu kommen weitere Anbieter wie Burger King sowie einige Bäckereien und Cafés, die an stark befahrenen Straßen Fensterbedienung anbieten.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland einzelne Apotheken mit Drive-in-Schaltern, und auch das Autokino feiert ein Comeback; spätestens seit der Corona-Pandemie, in deren Verlauf das Modell kontaktloser Angebote neue Aufmerksamkeit erlangte. Derzeit gibt es in Deutschland etwa ein Dutzend dauerhaft betriebene Autokinos. Pop-up-Veranstaltungen mit Kino, Konzerten oder Lesungen im Auto erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.

Der Drive-in-Tag erinnert nicht nur an eine bequeme Art des Einkaufens, sondern wirft auch Fragen zum modernen Konsumverhalten auf: Wie viel Komfort ist gewünscht? Wo liegen die Grenzen der Mobilität? Und welche Rolle spielt der direkte Kontakt in einer zunehmend automatisierten Welt?

Wer den Drive-in-Tag begehen möchte, kann das ganz praktisch tun, etwa mit einem Besuch beim nächsten Autoschalter für Kaffee oder Burger. Oder man nutzt den Tag, um über die kleinen technischen Errungenschaften nachzudenken, die den Alltag einfacher machen; zumindest für einen Moment.

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