Die Musikwelt trauerte 2023 um eine ihrer außergewöhnlichsten Stimmen: Sinéad O’Connor starb im Alter von 56 Jahren. Die Todesursache des irischen Sängers ist immer noch nicht genau bekannt, doch sie litt seit Jahren an psychischen Problemen und verlor erst vor 18 Monaten ihren Sohn Shane, der mit nur 17 Jahren starb. Allerdings konnte ein Suizid ausgeschlossen werden.
Sinéad O’Connor wurde 1990 mit ihrer Coverversion von “Nothing Compares 2 U” berühmt, ein Song, den Prince geschrieben hatte. Mit ihrer Glatze, ihrem intensiven Gesang und ihrem rebellischen Auftreten wurde sie zu einer Ikone der Popmusik. Sie verkaufte mehr als 20 Millionen Alben weltweit und gewann vier Grammy-Nominierungen.
Doch hinter dem Erfolg verbarg sich auch viel Leid. Sinéad O’Connor hatte eine schwere Kindheit, in der sie von ihrem Vater misshandelt wurde. Sie litt an einer bipolaren Störung und machte mehrere Suizidversuche. Sie provozierte auch Kontroversen, als sie 1992 ein Bild des Papstes Johannes Paul II. in einer US-Fernsehshow zerriss, um gegen den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche zu protestieren. Später konvertierte sie zum Islam und änderte ihren Namen in Shuhada Sadaqat.
Ihr größter Schicksalsschlag war jedoch der Tod ihres Sohnes Shane, der Anfang 2023 am Rande von Dublin aufgefunden wurde. Er hatte sich aus dem Krankenhaus entfernt, in dem er wegen Suizidgefahr unter Beobachtung stand. Sinéad O’Connor war am Boden zerstört und schrieb auf Twitter: “Seither bin ich eine untote Kreatur der Nacht. Er war die Liebe meines Lebens, das Licht meiner Seele.”
Ihr letzter Tweet datierte auf den 6. Juli, in dem sie ihren neuen Twitter-Account ankündigte und sich auf die Zukunft freute. Doch diese sollte ihr nicht mehr vergönnt sein. Sinéad O’Connor hinterlässt drei weitere Kinder aus verschiedenen Beziehungen. Sie wird als ein mutiger, talentierter und einzigartiger Künstler in Erinnerung bleiben, der viele Menschen mit seiner Musik berührt hat.
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